Show Less

Nelson Mandela

Political Leadership im südafrikanischen Transformationsprozess

Series:

Georg Bacher

Die Lehren, die aus den Erfahrungen des größtenteils friedlichen Übergangs zur Demokratie in Südafrika gezogen werden können, sind zweifellos für alle anderen Staaten auf der Welt interessant, die sich in einem ähnlichen politischen Prozess befinden. Die Bedeutung, die Political Leader in Gesellschaften haben, die sich in einer politischen Übergangsphase oder in einem Friedensprozess befinden, ist ein offensichtliches aber wenig diskutiertes Phänomen. Alle Experten und politischen Beobachter sind sich darüber einig, dass die Person Nelson Rolihlahla Mandela eine ganz herausragende Rolle im südafrikanischen Übergangsprozess gespielt hat. In dieser Arbeit wird versucht, einige wesentliche Aspekte der Persönlichkeit dieses Politikers darzustellen und seine Vorstöße und Initiativen im politischen Übergangsprozess Südafrikas herauszuarbeiten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Einleitung 15

Extract

15 Einleitung "People often ask me what difference one person can make in the face of justice, conflict, human- rights violations, mass poverty, and disease. I answer by citing the courage, tenacity, dignity, and magnanimity of Nelson Mandela" (Kofi Annan – in Maharaj/Kathrada/Nicol 2006, 251). Der südafrikanische Konflikt wurde in den 1980er Jahren als einer der kompliziertesten weltweit angesehen. Das Land befand sich in einem fast permanenten Ausnahmezustand mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Ein friedlicher Übergang zu einer Demokratie war nicht vorstellbar und schien in weiter Ferne zu sein. Vielen Außenstehenden erschienen die Probleme als zu schwer lösbar und die unterschiedlichen Interessen der Bevölkerungs- gruppen als unvereinbar. Im Februar 1990 erfolgte durch Frederick Willem de Klerk, den letzten Präsidenten einer Apartheid-Regierung mit der Legalisierung der südafrikanischen Befreiungsbewegungen und der Freilassung fast aller politischen Häftlinge ein entschei- dender Schritt zum Abbau der Apartheid. Nicht zufällig ist dabei die zeitliche Parallele zu den politischen Geschehnissen in der Sowjetunion sowie in Ost- und Zentraleuropa. Der folgende Verhandlungs- und Übergangsprozess in Südafrika verlief keineswegs reibungslos, stand vorübergehend still und wurde von Gewaltausbrüchen und bürger- kriegsähnlichen Zuständen überschattet. Vor allem in der Region KwaZulu Natal brachte der Konflikt zwischen Inkatha- und ANC-Anhängern (African National Congress) den Übergangsprozess beinahe zum Scheitern. Der Mord an dem populären ANC-Leader Chris Hani im April 1993 war ein dramatischer Höhepunkt, stellte jedoch einen Wende- punkt im Verhandlungsprozess dar, der vom ANC am besten...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.