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Die Rolle der Religion im Integrationsprozess

Die deutsche Islamdebatte

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Edited By Bülent Ucar

Dieser Sammelband beschäftigt sich mit der Islamdebatte in der deutschen Öffentlichkeit und mit der Rolle, die die Religion bei der Integration von Muslimen in Deutschland spielt. Während die gegenwärtigen integrationspolitischen Debatten und der interreligiöse Dialog noch von einer Vielzahl von Vorurteilen und Missverständnissen bestimmt werden, enthält dieses Buch eine differenzierte und tiefgreifende Sichtweise auf historische und aktuelle Fragen in Bezug auf die Integration des Islams in die Gesellschaften des Westens. Dabei kommen sowohl Muslime als auch Nichtmuslime zu Wort und geben neue Anstöße für einen vielschichtigen wissenschaftlichen Austausch

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III. Islam in Deutschland – aktuelle Sicht

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„Und ich dachte, wir hätten uns integriert …“ Von Ali Özgür Özdil Einleitende Worte Bei den Themen „Islam“ und „Integration“ und vor allem, wenn diese beiden wie „Feuer und Pulver“ zusammengeführt werden, wird eine konfliktgeladene Debatte nahezu unausweichlich. So handelt es sich bei beiden oft um diffuse Größen, die erst einmal einer kontextuellen Definition bedürfen. „Wann ist ein Muslim wo integriert?“, oder „wann ist ein Muslim wo nicht integriert?“ müss- ten die Fragen jedes Mal lauten. Ich werde mich in meinem kurzen Beitrag be- mühen, mich dem Thema Integration von Muslimen in Deutschland auf eine weniger verkrampfte Art zu nähern. Oft genug wurde in dieser Debatte bereits betont, dass a) Integration ein Prozess ist, b) Integration von beiden Seiten gewollt sein muss, c) Integration nicht gleichzusetzen ist mit Assimilation, um erst einmal die Sachebene zu klären. Nun beobachten wir eine verspätete, aber noch nicht verlorene Hoffnung auf Integration, was auch immer mit diesem Begriff gemeint sein mag. Es scheint mit ihm aber etwas Gutes und Positives verbunden zu sein. Demnach müsste Integration doch eine Selbstverständ- lichkeit darstellen, die von allen gewollt ist. Problematisch scheint mir dabei, dass mit einer einseitigen Forderung wie: „Die sollen sich anpassen!“ noch kei- ne der Voraussetzungen für eine Integration erfüllt ist, insbesondere wenn die Fordernden selbst Unwilligkeit, ja sogar oft Unfähigkeit an den Tag legen, sich zu integrieren. Mit „die“ ist häufig eine unbestimmte Menge von Menschen ge- meint, denen...

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