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Krise und Zerfall einer Weltmacht

Ursachen und Hintergründe des Scheiterns der UdSSR

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Johannes Zuber

Der Zerfall der Sowjetunion gilt als zentrales politisches Ereignis der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Selbst der letzte Präsident Michail Gorbatschow folgerte im Nachhinein, dass er niemals mit einem so plötzlichen Zusammenbruch gerechnet hätte. Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Frage nach dem Warum: Welche Ursachen und Hintergründe führten letztlich zum Scheitern der einstigen Weltmacht? Welchen Anteil haben Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und der mächtige Militärapparat am Untergang dieses riesigen Staatengebildes? Ist, politikwissenschaftlich gesehen, überhaupt von einem Staatszerfall zu sprechen? Der Fokus liegt hierbei auf der Regierungsperiode Michail Gorbatschows von 1985 bis 1991, in der die entscheidenden Weichenstellungen getroffen wurden.

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5. Fazit und Schlussbetrachtung 110

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110 5. Fazit und Schlussbetrachtung In den anschließenden Kapiteln erfolgen nun auf der einen Seite nochmals eine Schlussbetrachtung sowie ein Fazit, in der das komplexe Gefüge der Zerfallsfak- toren der UdSSR resümierend aufgezeigt wird. Auf der anderen Seite erfolgt als Abschluss dieser Arbeit ein kurzer Ausblick auf die Entwicklungen und Prozes- se, die nach dem Zerfall der UdSSR besonders im heutigen Russland einsetzten. Hier steht sicherlich die Frage im Mittelpunkt, ob die demokratischen Reform- bestrebungen Boris Jelzins nun, außerhalb des Sowjetsystems, zum erhofften wirtschaftlichen als auch politischen Erfolg führen konnten. 5.1. Fazit und Schlussbetrachtung Nachdem nun in den vorangegangenen Kapiteln versucht wurde, die Ursachen und Faktoren, die zum Zerfall und letztlich zum Scheitern der Sowjetunion ge- führt haben anhand einer strukturierten Analyse von innenpolitischen, außenpo- litischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren zu erörtern, erfolgt nun eine detaillierte Zusammenfassung der erarbeiteten Aspekte, um den kom- plexen Gesamtzusammenhang dieser aufzuzeigen. Denn wie zuvor schon er- wähnt wurde, können die einzelnen Faktorenkomplexe nicht abgegrenzt vonei- nander gesehen werden – die exemplarische Einteilung dient lediglich zur Gene- rierung einer übersichtlichen und verständnisfördernden Struktur. Dementspre- chend wurde in den vorherigen Kapiteln deutlich, dass insbesondere die Berei- che Gesellschaft, Wirtschaft, Innenpolitik und Militär eng miteinander vernetzt sind und in einem komplexen Verhältnis gegenseitiger Wechselwirkungen ste- hen. Eine einzelne, klar differenzierte Betrachtung der unterschiedlichen Ursa- chenfaktoren – ohne Beachtung der vielfältigen Einflüsse und Nebeneffekte – scheint so wenig sinnvoll, da erst durch den Gesamtzusammenhang der...

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