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Entwicklungsziel Gesundheit

Zeitzeugen der Entwicklungszusammenarbeit blicken zurück

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Edited By Walter Bruchhausen, Helmut Görgen and Oliver Razum

Trägt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zu einer verbesserten Gesundheit bei? Führende Vertreter aus nationalen und internationalen, kirchlichen und akademischen Einrichtungen geben einen breiten Rückblick auf die letzten Jahrzehnte. In Vorträgen und Gesprächen auf einer interdisziplinären Fachtagung 2009 erörtern sie aus einer bisweilen sehr persönlichen Perspektive Ziele und Wege, Erfolge und Mängel, Chancen und Schwierigkeiten des deutschen Engagements im Gesundheitswesen von Entwicklungsländern. So wird deutlich, wie sich unter verschiedenen Rahmenbedingungen das Bemühen gestaltete, mit Partnern auf anderen Erdteilen einen angepassten und nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitssituation eines vernachlässigten Teils der Weltbevölkerung zu leisten.

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Anfänge deutscher Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit - 1

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Geschichte dt. Entwicklungszusammenarbeit - Übersicht 1 Anfänge deutscher Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit Helmut Görgen Bereits im 19.Jahrhundert gab es deutsche Aktivitäten im Gesundheitssektor der späteren Entwicklungsländer. Zuerst begannen kirchliche Missionen ihre Arbeit im Erziehungs- und Gesundheitssektor in Afrika und seit der Berliner Konferenz 1884 wurde auch die deutsche Regierung aktiv, jedoch nur bis zum Ende der Kolonialherrschaft im Jahre 1916. Die protestantische und katholi- sche Missionsarbeit im Gesundheitssektor hingegen gab es durchgehend bis heute. Als Beginn einer selbstständigen deutschen Entwicklungspolitik wird meis- tens der 24.Juli 1956 angesehen, als der Deutsche Bundestag beschloss, „50 Millionen DM für Förderungsmaßnahmen für unterentwickelte Länder“ einzu- setzen. Gleichzeitig wurden Entwicklungspolitische Grundsätze entwickelt. Als Leitprinzip der Entwicklungshilfe galt „Hilfe zur Selbsthilfe“. „Technische Hilfe“ und später auch die „Kapitalhilfe“ waren die methodischen Ansätze. Budget- hilfe wurde ausdrücklich abgelehnt. Die weitere institutionelle Entwicklung der EZ wird im Kontext der nationalen und internationalen Ereignisse, die für die Entwicklungszusammenarbeit relevant waren, verständlich. Die „Garantie-Abwicklungsgesellschaft“ (GAWI) wurde ab 1957 mit der Durchführung der Technischen Hilfe beauftragt. Für Aus- und Fortbildungs- maßnahmen in Deutschland wurde die Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung (DSE) in Westberlin angesiedelt. 1961 beschloss das Kabinett die Einrichtung eines Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Bis dahin wurden die entwicklungspo- litischen Aktivitäten der BRD, vor allem vom Auswärtigen Amt und vom Wirt- schaftsministerium durchgeführt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) führte ab 1961 die Ma...

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