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Text und Stil

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Zofia Bilut-Homplewicz, Agnieszka Mac, Marta Smykala and Iwona Szwed

Der Band stellt das Verhältnis zwischen Text und Stil in den Vordergrund und behandelt in seinen Beiträgen die wechselseitigen Bezüge der Disziplinen Textlinguistik und Stilistik. Die Aufsätze bieten theoretische Reflexionen zum Thema sowie praktische Analysen von Textsorten und den Stilmitteln im Text und im Diskurs. Zudem untersuchen sie die Stellung von Text und Stil in den unterschiedlichen Medien, Übersetzungsleistungen wie auch in der Fremdsprachendidaktik. Die breit angelegte Problematik macht deutlich, dass die scheinbar selbstverständliche Relation zwischen Text und Stil unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet werden kann und dass strukturelle, pragmatische und kognitive Aspekte in der modernen Forschung nicht als antagonistisch, sondern als komplementär anzusehen sind.

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Kapitel 1 Text und Stil – Theoretisches

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15 Wolfgang Heinemann (Leipzig) Alles Stil – oder was? Reflexionen zum Verhältnis von Text und Stil 1. Das Problem Ich freue mich, dass ich hier und heute sprechen darf über ein Thema, mit dem ich mich in den letzten Jahren viel beschäftigt habe, das mich immer wieder bewegt – und auch beunruhigt – hat: Das Verhältnis von Text und Stil. Zu beiden Problemfeldern gibt es eine ungewöhnlich umfangreiche Spezialliteratur. Das hängt sicher damit zusammen, dass sowohl die Textlinguistik als auch die Stilistik unmittelbar relevant sind für die praktische Kommunikation, so dass diese bei- den noch relativ jungen Wissenschaftsbereiche mitunter auch als ‚Königsdiszi- plinen‘ der Linguistik genannt werden. Zum Text – und auch zu zahlreichen speziellen Themen der Textlinguistik – habe ich mich sehr häufig geäußert. Und auch wenn es in diesem Bereich noch vieles Nichtgeklärte und manche Unsicherheiten gibt, so kann doch – wenigstens in Deutschland – ein annähernder Konsens festgestellt werden in nahezu allen Grundfragen, die die Textualität, aber auch grundlegende Probleme der Textpro- duktion und des Textverstehens berühren. Anders sieht es im Bereich der Stilistik aus. Zwar gehe ich davon aus, dass zumindest alle, die sich aus linguistischer Sicht mit Stilfragen befassen, so unge- fähr wenigstens gemeinsame Vorstellungen von dem haben, was man als Stil oder das Stilistische bezeichnet. Man könnte diese mehr gefühlte Gemeinsamkeit als ‚Stilgefühl‘ bezeichnen, auch als Alltagsverständnis des Stilistischen. Aber dieses Stilgefühl ist ebenso allgemein und vage wie etwa die ‚gef...

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