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Die Philosophie und die UNESCO

Mit einem Nachwort von Jacques Poulain- Im Auftrag der Deutschen UNESCO-Kommission aus dem Französischen übersetzt von Hans Jörg Sandkühler

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Patrice Vermeren

«Es gibt keine UNESCO ohne Philosophie» – so die programmatische Erklärung dieser 1945 mit dem Ziel dauerhaften Friedens entstandenen Weltorganisation. Ohne sich auf eine bestimmte Philosophie festzulegen, versteht sie sich als eine ‘philosophische Institution’: Sie will ihren Beitrag leisten durch Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Völkern in Bildung, Wissenschaft und Kultur, um in der ganzen Welt die Achtung vor Recht und Gerechtigkeit, vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten zu stärken. Es handelt sich um eine Zielsetzung, die mit Mitteln, die selbst philosophischer Natur sind, zur praktischen Anwendung einer Philosophie des Rechts, der Menschenrechte und der Universalgeschichte verpflichtet. In dieser Perspektive hat der Autor eine Geschichte der intellektuellen und institutionellen Beziehungen zwischen der UNESCO und der Philosophie seit 1945 verfasst.

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Nachwort von Jaques Poulain:Und heute: Keine Philosophie ohne die UNESCO 93

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93 Nachwort Und heute: Keine Philosophie ohne die UNESCO von Jacques Poulain Seit 2003 und dem in dieser Publikation vorgestellten Bericht von Patrice Vermeren über die Rolle, die Philosophinnen und Philosophen und Philo- sophien bei der Entstehung und Entwicklung der UNESCO gespielt ha- ben, ist die Intensität und Häufigkeit der Beziehungen zwischen ihr und der Philosophie nicht geringer geworden. Die Mitgliedsstaaten der UNESCO haben 2005 eine Sektorübergrei- fende Strategie100 zur Philosophie101 mit drei Interventions-Hauptachsen vereinbart, um das Handeln der Organisation in diesem Bereich strate- gisch auszurichten, was man mit drei Schlüsselbegriffen zusammenfassen kann: Bildung/ Erziehung, Dialog und Popularisierung. Für die UNESCO besteht im Lichte ihrer Verfassung Klarheit über die Rolle der Philoso- phie; in dem erwähnten Strategiebeschluss heißt es: «Die philosophische Analyse und Reflexion sind unleugbar mit der Herstellung und Sicherung des Friedens – den grundlegenden Aufgaben der Organisation – verbun- den. […] In dem Maße, wie sie dabei hilft, Instrumente zur Analyse und zum Verständnis von Schlüsselbegriffen wie Gerechtigkeit, Würde und Freiheit bereit zu stellen, wie sie hilft, Fähigkeiten unabhängiger Reflexi- on und unabhängigen Urteilens zu entwickeln, wie sie die zum Verständ- nis der Welt und zur Behandlung der in der Welt gestellten Probleme un- abdingbaren kritischen Fähigkeiten stimuliert, und in dem Maße schließ- lich, wie sie die Reflexion über Werte und Prinzipien fördert, ist die Phi- losophie eine ‹Schule der Freiheit› ». Die Gründung und der Ausbau des Netzwerkes der UNESCO-Lehrstühle...

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