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Plädoyer für das Leben

Philosophisch und theologisch

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Manfred Balkenohl

Der Wert des menschlichen Lebens und seine Unantastbarkeit gründen auf dem einzigartigen Rang der menschlichen Person, der im Begriff der Menschwürde an der Spitze unserer Verfassung sowohl Bekenntnis als auch rechtliche Markierung darstellt. Auch die Kirche erklärt die unbedingte Achtung vor dem Lebensrecht des Menschen – von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Tod – zu einer der Säulen, auf die sich jede bürgerliche Gesellschaft stützt (EV 101). Derzeit erleben wir eine «frontale Bedrohung der gesamten Kultur der Menschenrechte» (EV 36). Daher geht es heute darum, der «Kultur des Todes» zu widerstehen und eine «neue Kultur des Lebens» aufzubauen. Diese Inhalte wurden als Vorträge im Rahmen der wissenschaftlichen Forschung ICT an der Johannes-Paul-II.-Katholischen-Universität Lublin in Tomaszów Lubelski (Polen) gehalten.

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Vorwort von Prof. Dr. Tadeusz Guz 9

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9 Tadeusz Guz Vorwort: Einige Aspekte des Lebensverständnisses in der philosophischen Ideengeschichte Der größte diesseitige Wert ist das menschliches Leben und die mensch- liche Gesundheit. Unter Gesundheit ist dabei nicht nur die physische, sondern vor allem auch die psychische Gesundheit zu verstehen. Denn dank der Psyche sind wir Menschen.1 Eines der für den menschlichen Verstand faszinierendsten Themen im Raum der Geschichte des philosophischen Denkens ist die Lebens- problematik insgesamt und insbesondere die eines gesunden Lebens. Woher kommt das Leben? Was ist es? Welchen Wert hat es? Wie soll man das Menschenleben erhalten und seine Krankheiten heilen? Ist ein kranker Mensch eine große Chance oder eine Last für die Gesellschaft? Welchen Zweck hat das menschliche Leben in sich selbst und welchen Zweck hat es im Hinblick auf seine transzendente Dimension? Diese Fragen tauchen auch innerhalb der drei wichtigsten Epochen der Philo- sophiegeschichte: dem Altertum, dem Mittelalter und der Neuzeit auf, die Gegenstand der einführenden Gedanken zu dem von Herrn Profes- sor Manfred Balkenohl verfassten Buches Plädoyer für das Leben sind, in dem er die unveräußerliche Würde des Menschen verteidigt und sich für das Lebensrecht und den Schutz der menschlichen Person einsetzt. Tadeusz Guz _____________________________________________________ 10 Metaphysisch-christliche Konzeption des Lebens im Altertum und Mittelalter Sokrates, Platon und Aristoteles haben zum ersten Mal in der Mensch- heitsgeschichte das menschliche Wissen analysiert, systematisiert und wissenschaftlich geordnet und zwar dadurch, dass sie „Gott“ entdeckt haben, der als „das Leben“ und noch dazu als das...

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