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Enkulturation durch sozialen Kompetenzerwerb- Enculturation by Acquiring of Social Competences

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Edited By Gerd-Bodo von Carlsburg

Dieser Band dokumentiert eine Reihe von Beiträgen der XVII. Internationalen wissenschaftlichen Konferenz Bildungsreform und Lehrerausbildung zum Thema Enkulturation durch sozialen Kompetenzerwerb, die vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Republik Litauen, der Pädagogischen Universität Vilnius (VPU) und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gemeinsam konzipiert und veranstaltet wurde. Das Hauptthema der Konferenz waren Bildungs- und Qualitätsstandards der Hochschul- und Schulbildung. Dieses Qualitätsmanagement setzt den Erwerb interaktiver Kompetenzen im Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationsbereich voraus, die die Befähigung zu Enkulturation ermöglichen im Hinblick auf die Herausforderungen der Gesellschaft des kommenden Jahrzehnts.
This volume presents a series of contributions from the XVII. International Scientific Conference on The Reform of Education and Teacher Training to the topic Enculturation by Acquiring of Social Competences which was conceived and organized by the Ministry of Education and Science of the Republic of Lithuania, Vilnius Pedagogical University (VPU) and Heidelberg University of Education (Germany). Main topics of the conference were education and quality standards of university and high school education. Acquisitions of interactive skills in the educational and social sector are basic to quality management. Basic skills have to be developed for achieving the competence of enculturation in order to meet the challenges of our society in the coming decade.

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Zivilcouragiertes Handeln lernen. Oder: Über die Fähigkeit, NEIN sagen zu können 193

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193 Abb. 1: Fürst Otto von Bismarck (1815 – 1898) Gerd-Bodo von Carlsburg, Martina Möller Zivilcouragiertes Handeln lernen Oder: Über die Fähigkeit, NEIN sagen zu können Zivilcourage oder Bürgermut – für wie wichtig diese Tugend heute, gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte, wieder erachtet wird, nicht zuletzt aus Sorge vor einer wachsenden Fremdenfeindlichkeit, zeigt sich täglich im in- terkulturellen Diskurs sowie der medialen Berichterstattung Der Begriff Zivilcourage entstand in Frankreich im Kontext der bürgerlichen Bewegung. Um 1835 finden sich die Begriffe „courage civil“ mit dem Bedeu- tungsgehalt des „Mut(s) des Einzelnen zum eigenen Urteil“, (Meyer 2004, S. 22 mit Zitat Domin 1983, S. 114; vgl. de.wikipedia.org/wiki/Zivilcourage [10.03. 11]; Lehmann 2010, S. 2f.) – somit ganz im Sinne der Aufklärung Immanuel Kants (1724-1804): „Unmündigkei t ist das Unvermögen, sich seines Vers- tandes ohne Leitung eines andern zu bedienen. (…) Habe Muth, dich deines e i - genen Verstandes zu bedienen! … (Kant 1784, S. 481: Beantwortung der Fra- ge: Was ist Aufklärung?) – und „courage civique“, die letztlich den rein staatsbürgerlichen Mut mein- te. (vgl. Meyer, ebd.) Auch im Deutschen wird der Begriff Zivilcourage erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts nachgewiesen. Bismarck nutzte ihn, als er sich den Beistand eines Verwandten 1864 in einer Debatte des Preußischen Landtags erhoffte. (vgl. ebd.; de.wikipedia.org/wiki/ Zivilcourage [10.03.11]; Lehmann 2010, S. 2f.) Der Begriff findet sich somit erst zu Zeiten des Bürgertums, in der Staat als Zusammenschluss der Bürger verstanden wird, die somit auch...

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