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Erhebungsprozesse und Konsistenzanforderungen im Analytic Hierarchy Process (AHP)

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Dominic Gastes

Der Analytic Hierarchy Process (AHP) ist eine Methode zur Unterstützung komplexer, multiattributiver Entscheidungssituationen, die in den letzten Jahren eine starke Verbreitung in verschiedenen Anwendungsdomänen (z. B. R&D, Logistik, Produktion oder Marketing) gefunden hat. Diese Arbeit untersucht mit Hilfe empirischer Fallstudien Gestaltungsvarianten von Datenerhebungsprozessen im AHP sowie ihre Einflüsse auf Konsistenzen und abgeleitete Prioritäten. Weiterhin werden Vorgehensweisen zur automatisierten Konsistenzanpassung vorgestellt. Es wird ein Particle Swarm Optimization (PSO) Algorithmus entwickelt, der automatisierte Konsistenzanpassungen durchführt. Anschließend werden mögliche Konsequenzen der Anwendung automatisierter Konsistenzanpassungsverfahren innerhalb des AHP analysiert.

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2 Grundlagen zum AHP 15

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Kapitel 2 Grundlagen zum AHP Der AHP wurde in den 80er Jahren von Thomas L. Saaty an der Wharton School of Business mit dem Ziel entwickelt, eine Methode bereit zu stellen, die Auswahl- entscheidungen zwischen Alternativen unterstützen soll. Der AHP teilt komplexe Entscheidungssituationen in Teilprobleme auf, strukturiert diese hierarchisch und ermittelt mit Hilfe von paarweisen Vergleichen zunächst für die hierarchischen Teilprobleme Gewichte für Entscheidungsalternativen. Die zu lösenden Entschei- dungsprobleme werden innerhalb der Methode in ihrer Gesamtheit erfasst, Bewer- tungen finden jedoch in den kognitiv einfacheren Teilproblemen statt, die erst spä- ter zu einer Gesamtbewertung synthetisiert werden (vgl. Saaty (1986), S. 841). Bereits sehr früh wurden erste praktische Anwendungsfälle vorgestellt (vgl. Saa- ty/Rogers (1976); Wind/Saaty (1980)) und bis heute werden sowohl der klas- sische AHP als auch seine Verfahrensvarianten und Weiterentwicklungen in einer Vielzahl verschiedener Entscheidungssituationen eingesetzt. Übersichtsarbeiten zu Anwendungen und Erweiterungen des klassischen AHP sind z. B. bei Vargas (1990), Steuer/Na (2003) oder Vaidya/Kumar (2006) zu finden. Ein Vorteil des AHP ist seine intuitive Vorgehensweise sowie seine einfache ma- thematische Struktur. Die Grundidee des AHP ist eine Aufteilung von komple- xen Entscheidungssituationen mit mehreren Zielen bzw. entscheidungsrelevanten Attributen sowie einer diskreten Alternativenmenge in einfachere hierarchisch an- geordnete Teilprobleme, in denen paarweise Vergleiche für die Bestimmung von (lokalen) Gewichten innerhalb dieser Teilprobleme durchgeführt werden. Anschlie- ßend werden die lokalen Gewichte in globale Gewichte und globale Prioritäten der Alternativen transformiert. Dabei findet eine Synthese der ermittelten Gewichte über die gesamte AHP-Hierarchie...

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