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Erhebungsprozesse und Konsistenzanforderungen im Analytic Hierarchy Process (AHP)

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Dominic Gastes

Der Analytic Hierarchy Process (AHP) ist eine Methode zur Unterstützung komplexer, multiattributiver Entscheidungssituationen, die in den letzten Jahren eine starke Verbreitung in verschiedenen Anwendungsdomänen (z. B. R&D, Logistik, Produktion oder Marketing) gefunden hat. Diese Arbeit untersucht mit Hilfe empirischer Fallstudien Gestaltungsvarianten von Datenerhebungsprozessen im AHP sowie ihre Einflüsse auf Konsistenzen und abgeleitete Prioritäten. Weiterhin werden Vorgehensweisen zur automatisierten Konsistenzanpassung vorgestellt. Es wird ein Particle Swarm Optimization (PSO) Algorithmus entwickelt, der automatisierte Konsistenzanpassungen durchführt. Anschließend werden mögliche Konsequenzen der Anwendung automatisierter Konsistenzanpassungsverfahren innerhalb des AHP analysiert.

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3 Bekannte Kritikpunkte und Erweiterungen 37

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Kapitel 3 Bekannte Kritikpunkte und Erweiterungen Verfahren zur multiattributiven Entscheidungsunterstützung unterscheiden sich darin, wie durch jeweilige Axiome und Systeme von Regeln Gewichte für Alternativen und Attribute abgeleitet werden. Die in Abschnitt 2.2 vorgestellten Axiome bilden dabei eine Basis des klassischen AHP. Eine Vorgehensweise für die Ableitung von globalen Prioritäten innerhalb des klassischen AHP wurde bereits in Kapitel 2 beschrieben. Kritik am klassischen AHP wird unter anderem in Bezug auf die verwendeten Skalierungen sowie auf Verletzungen von den in Abschnitt 1.1.2.3 beschriebenen Anforderungen Unabhängigkeit von irrelevanten Alternativen, Invarianz der Darstellung und Transitivität von Präferenzen geübt. Zudem erfolgte bereits Kritik an der großen Anzahl von benötigten paarweisen Vergleichen, insbesondere bei umfangreichen AHP Hierarchien. Ausgewählte Kritikpunkte werden in den folgenden Abschnitten aufgegriffen und diskutiert. 3.1 Invarianz der Darstellung Eine Anforderung der instrumentalen Rationalität (vgl. Abschnitt 1.1.2.3) ist, dass das Ergebnis von Entscheidungslogiken nicht von der Darstellung eines Entschei- dungsproblems abhängen soll. Darstellungen können z. B. in Reihenfolgen von Abfragen oder Polungen von verwendeten Bewertungsskalen variieren, ohne dass sie sich inhaltlich unterscheiden. Bei der Anwendung von Entscheidungsunterstüt- zungsverfahren sollten die resultierenden Ergebnisse von diesen als äquivalent zu bezeichnenden Entscheidungssituationen identisch sein. Der klassische AHP verwendet den rechten prinzipalen Eigenvektor w(A) als Gewichtungs- bzw. Prioritätsvektor. Dieser wird auf Basis einer paarweisen Ver- 37 KAPITEL 3. BEKANNTE KRITIKPUNKTE UND ERWEITERUNGEN gleichsmatrix A berechnet, die Werte enthält, die ihr z. B. durch eine diskrete Saa- ty Skalierung zugeordnet...

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