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Erhebungsprozesse und Konsistenzanforderungen im Analytic Hierarchy Process (AHP)

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Dominic Gastes

Der Analytic Hierarchy Process (AHP) ist eine Methode zur Unterstützung komplexer, multiattributiver Entscheidungssituationen, die in den letzten Jahren eine starke Verbreitung in verschiedenen Anwendungsdomänen (z. B. R&D, Logistik, Produktion oder Marketing) gefunden hat. Diese Arbeit untersucht mit Hilfe empirischer Fallstudien Gestaltungsvarianten von Datenerhebungsprozessen im AHP sowie ihre Einflüsse auf Konsistenzen und abgeleitete Prioritäten. Weiterhin werden Vorgehensweisen zur automatisierten Konsistenzanpassung vorgestellt. Es wird ein Particle Swarm Optimization (PSO) Algorithmus entwickelt, der automatisierte Konsistenzanpassungen durchführt. Anschließend werden mögliche Konsequenzen der Anwendung automatisierter Konsistenzanpassungsverfahren innerhalb des AHP analysiert.

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A Hierarchiestrukturen in AHP Anwendungen 133

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Anhang A Hierarchiestrukturen in AHP Anwendungen Eine Analyse von AHP Hierarchien in der Literatur zeigt, dass die Strukturen sehr unterschiedlich sind. Die Strukturen zeigen, welche Ebenen-, Kriterien- und Alternativenanzahlen bei der Konstruktion von AHP Hierarchien verwendet werden. Da hier keine übergreifenden Studien bekannt sind, wurde eine Analyse ausgewählter Arbeiten aus der Science Direct Datenbank durchgeführt. So kann ein Überblick über aktuell mit dem AHP behandelte Problemstrukturen gewonnen werden. Dabei wurden solche empirischen Arbeiten ausgewählt, die den klassischen AHP einsetzen, wohingegen Arbeiten, die z. B. Fuzzy Numbers für die paarweisen Vergleiche oder DEA bei Gewichtsberechnungen verwenden, nicht betrachtet wurden. Durch die Auswahl von 27 Arbeiten aus 19 verschie- denen Journalen wird die Heterogenität der thematischen Anwendungsdomänen berücksichtigt. Abbildung A.1: Häufigkeiten von AHP Hierarchien mit E Ebenen 133 ANHANG A. HIERARCHIESTRUKTUREN IN AHP ANWENDUNGEN Es zeigte sich, dass in den ausgewählten Arbeiten aus den Jahren 2008 bis 2010 durchschnittlich 3 Ebenen verwendet wurden. In fünf Arbeiten entfiel die Berwertung von Alternativen, bzw. wurden diese nicht durch einen AHP bewertet. In diesen Arbeiten wurden lediglich Attributsgewichte durch paarweise Vergleiche ermittelt. Es wurden durchschnittlich 4.7 Alternativen einbezogen, wenn die verwendeten AHP Hierarchien eine Alternativenebene beinhaltet haben. Durchschnittlich wurden 9.5 Attribute auf der untersten Kriterienebene e′ modelliert. Diese Ergebnisse quantifizieren qualitative Aussagen, dass häufig die Zahl der Attribute die der Alternativen übersteigt, da unakzeptable Alternativen durch einfache Checklisten bereits in frühen Phasen der Modellierung von Ent- scheidungssituationen identifiziert...

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