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Transformationsprozesse von Politik und Sprache in Kosova in der Zeit von 1999 bis 2005

Eine kritische Diskursanalyse

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Sahadete Limani-Beqa

Die kosovarische Gesellschaft sollte sich von einer konflikthaften zu einer demokratischen, multiethnischen Gesellschaft unter dem Protektorat der Vereinten Nationen transformieren. Die Autorin versucht durch die Analyse von politischen Diskursen diese Transformation zu untersuchen und legt mit diesem interdisziplinären Beitrag zu angewandten Aspekten der Sprachforschung im Bereich der Politik eine Arbeit vor, die von großer praktischer Relevanz für jeden ist, der sich mit der Erforschung der politischen Situation im heutigen Kosova beschäftigt. Sie stellt die politische Transformation in Kosova in der Zeit des Protektorates der Vereinten Nationen mit linguistischen Methoden dar und beleuchtet die Problematik des Scheiterns der interkulturellen Kommunikation in der Region. Der Untersuchung liegen ein umfangreiches Wissen der linguistischen, historischen, sozio-politischen und soziologischen Aspekte der Problematik und eine aufwendige analytische Bearbeitung der einschlägigen Presse zugrunde.

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TEIL IIEmpirische Analyse 67

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TEIL II EMPIRISCHE ANALYSE 68 5. HISTORISCHER UND SOZIO-POLITISCHER KONTEXT DES POLITISCHEN DISKURSES 5.1. Einführung Seit Ende des Krieges im Juni 1999 findet in der Gesellschaft Kosovas eine "Multifacetten-Transformation" von einer konflikthaften Gesellschaft zu einer Gesellschaft, die in Frieden lebt, und vom Sozialismus zu einer liberalen Demo- kratie statt, und ebenso von einer Gesellschaft in Not zu einer in wirtschaftli- chem Aufbau und wirtschaftlicher Entwicklung. Weil diese Arbeit die Transformation des politischen Diskurses von 1999 bis 2005 zum Gegenstand der Untersuchung hat, ist es von besonderem Interesse, die Zusammenhänge der politischen und sozialen Transformation in diesem Zeitabschnitt zu erläutern, um den breiteren Kontext für die beabsichtigte Ana- lyse des politischen Diskurses herauszustellen. Weil der politische Diskurs durch die geschichtliche Erfahrung geprägt ist, wird in 5.2 mit einem histori- schen Abriss der Vorgeschichte des Konfliktes auf dem Boden Kosovas einge- führt. Der Fokus wird hier auf bestimmte Geschichtsbilder und bestimmte histo- rische Ereignisse, die im analysierten Korpus auftreten, gelegt. In 5.3 wird die Verwaltung Kosovas durch die UNMIK behandelt, wobei der Schwerpunkt auf der rechtlichen Basis der UNMIK-Verwaltung und dem Verhältnis zwischen der UNMIK und den PISG64 liegt. Es wird ferner das Umfeld, das die Entwicklung eines demokratischen Aufbaus, insbesondere der politischen Parteien und der Zivilgesellschaft in Kosova bedingt, analysiert. 5.2 Überblick über die Geschichte der politischen Herrschaft in Koso- va 65 Wann immer die Rede von dem politischen Status Kosovas ist, sowohl von seiner inneren Form, also der Gestaltung der Herrschaft (multiethnische Demo-...

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