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Duale Studiengänge als Instrument der Nachwuchssicherung Hochqualifizierter

Sylvia Purz

Vor dem Hintergrund eines viel diskutierten Wettbewerbs um Hochqualifizierte fokussiert diese Arbeit die Thematik der Sicherung hochqualifizierter Nachwuchskräfte für leitende und professionelle Tätigkeiten in Unternehmen mittels dualer Studiengänge. In diesem Zusammenhang fragt die Autorin in ihrer Arbeit zum einen nach den Motiven und Wirkungen der beteiligten Kooperationsunternehmen und dual Studierenden. Zum anderen betrachtet sie die Vor- und Nachteile des dualen Studiums als Instrument der Nachwuchssicherung sowie die Besonderheiten des Rekrutierungsprozesses von der Suche nach dual Studierenden bis hin zur Einstellung von dualen Absolventen. Diesen Anliegen geht die Verfasserin anhand einer qualitativen Erhebung nach, die in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Bayern durchgeführt worden ist.

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1 Einleitung 1

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.1 Ausgangslage, Problemstellung und Forschungsstand Hochqualifizierten Arbeitskräften wird im Strukturwandel zur Wissensgesell- schaft eine überaus bedeutende Schlüsselrolle für Unternehmen und für die (inter-) nationale Wettbewerbsfähigkeit zugeschrieben. Somit verwundert es nicht, dass der wachsende „Wettbewerb um Hochqualifzierte“ ein in den Me- dien, der Wissenschaft und Wirtschaft seit langem diskutiertes Phänomen dar- stellt. Die sich abzeichnenden demographischen Entwicklungen, der Trend zu höheren und insbesondere akademischen Bildungsabschlüssen sowie die Zu- nahme des Innovationstempos im Zuge einer fortschreitenden Globalisierung sind nur einige Ursachen, die das Wettbewerbsphänomen verstärken und mani- festieren. Aufgrund dessen sollen im Rahmen dieser Arbeit Erkenntnisse dar- über gewonnen werden, welche Handlungsmöglichkeiten sich aufgrund der drohenden bzw. bereits verspürten Knappheiten an Hochqualifizierten für Un- ternehmen ergeben. Dabei richtet sich der Fokus im Besonderen auf die Frage- stellung einer geeigneten Nachwuchssicherung Hochqualifizierter mittels so genannter dualer Studiengänge. Gegenwärtig erfährt bereits eine wachsende Zahl von Unternehmen die mittel- bis langfristigen Folgen eines ungedeckten Bedarfs an hochqualifizierten Ar- beitskräften. Viele Stellen können trotz eines Überangebots auf dem Arbeits- markt nicht oder erst nach einer Vakanzzeit besetzt werden (vgl. Koppel 2008). Der bereits vorhandene ungedeckte Bedarf bezieht sich dabei vor allem auf die so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), weil sie überproportional in forschungs- und wissensintensiven Berei- chen anzutreffen sind (vgl. Leszczensky et al. 2009). Mittelfristig wird jedoch eine qualifikationsübergreifende Knappheit an Hochqualifizierten prognostiziert (vgl. Koppel 2007). Als Konsequenz wirken die Rekrutierungsengpässe als...

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