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Cú Chulainn’s Revival

Literarische Transformationen eines irischen Mythos im frühen 21. Jahrhundert

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Franziska Bock

Seit der Wiederentdeckung Cú Chulainns und seiner Stilisierung zum irischen Nationalhelden im Irish Literary Revival im 19. und 20. Jahrhundert ist das Interesse an ihm ungebrochen. Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts befassen sich Autoren unterschiedlicher Nationalitäten mit den Erzählungen um diesen irischen Helden. Auf der Basis von 18 Werken zeigt dieses Buch die Veränderungen des Helden vom Mittelalter bis in die Moderne auf und legt dar, wie sich das Bild eines Kriegers gewandelt hat. Dabei werden die Werke nicht nur im Einzelnen, sondern auch im Vergleich betrachtet, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bearbeitungen aufzuzeigen.

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1 Einführung 15

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15 1 Einführung Doch sollte man sehen, daß nicht nur die Zugänge zur Vergangenheit, sondern auch die Vorstellungen von ihr durch unsere Gegenwart geformt werden.2 Der Rückgriff auf die Vergangenheit ist schon immer ein beliebtes Thema ge- wesen. So verwundert es nicht, dass derzeit historische Romane aus allen Ge- schichtsepochen sehr in Mode sind. Allen voran finden die Mittelalterromane breites Interesse und großen Absatz. Aber auch die ‚Kelten‘3 haben ein weitläuf- iges Publikum. In diesem Bereich spielt nicht nur die Literatur eine Rolle, son- dern eine unübersichtliche Masse an verschiedenen Manifestationen, die sich mit dem Begriff des ‚Keltischen‘ schmücken.4 Eine zeitliche Einschränkung der ‚keltischen‘ Epoche gibt es dabei nicht. Insbesondere Romane, die sich einer ‚keltischen‘ Thematik annehmen, spielen in einem Zeitraum, der von der Eisen- zeit bis zur Moderne reicht, oder sie vermischen sogar sämtliche Epochen. Die große Anziehungskraft der ‚Kelten‘ ist ein besonderes Phänomen der letzten Jahre und hat viele Bereiche von Kunst, Kultur, Tourismus und selbst die Le- bensmittelindustrie erreicht. Dabei stehen die ‚Kelten‘, ihre Kultur, Literatur, Religion etc. im Allgemeinen im Vordergrund, selten wird ein einzelner Aspekt herausgegriffen und bearbeitet. Eine Ausnahme ist Cú Chulainn, der irische ‚Nationalheld‘, dessen Lebens- geschichte(n) großen Einfluss zunächst in Irland und später in der weltweiten Keltenrezeption hatte und hat.5 Doch warum wird heutzutage auf eine Person zurückgegriffen, deren früheste literarische Zeugnisse aus dem Mittelalter stam- men, die jedoch einen eisenzeitlichen Helden und ein...

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