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Arbeit – ein Weg zum Heil?

Vorstellungen und Bewertungen körperlicher Arbeit in der spätantiken und frühmittelalterlichen lateinischen Exegese der Schöpfungsgeschichte

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Fabian Rijkers

Diese mentalitätsgeschichtliche Arbeit beschäftigt sich mit den Vorstellungen und Bewertungen körperlicher Arbeit in der Spätantike und im frühen Mittelalter. Als Grundlage dient eine bisher in diesem Zusammenhang kaum beachtete Quellengattung: Die lateinische Genesisexegese, die für die Menschen der behandelten Zeit eine große Bedeutung hatte. Unter Verwendung einer philologisch-hermeneutischen Methode wird die Auslegung der Schöpfungsgeschichte untersucht, in der die körperliche Arbeit einerseits als freudige Fortführung des Schöpfungswerks und andererseits als Strafe für den Sündenfall dargestellt wird. Die körperliche Arbeit wird von den Exegeten religiös erhöht und als ein Weg zum Heil, als eine Chance zur Erlangung eines besseren Jenseits verstanden.

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4. VON ISIDOR ZU BEDA -149

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149 4. Von Isidor zu Beda 4.1 Isidor von Sevilla Die „exegetische Pädagogik" des großen Kirchenmannes und Gelehrten Isidor von Sevilla (t636)742, eine der „zentralen Gestalten des Übergangs zwischen später Antike und frühem Mittelalter"743, hatte ihre „Krönung"744 in den Quaestiones in Vetus testamentum745, einer allegorischen Auslegung des Alten Testaments. Dieses Werk stellt nach Thomas O'Loughlin eine Besonderheit „in der Geschichte der Genesisexegese" dar, weil „apart from being the first large work an the topic from the early medieval period to survive, it established a pattem of commentary by excerpting earlier authorities"746. Isidor benennt selbst, worauf O'Loughlin aufmerksam macht747, am Ende seiner Praefatio die von ihm benutzten Autoren und gibt dabei zugleich etwas über seine Arbeitsweise preis: Has autem rerum gestarum figuras de mysticis thesauris sapientium, ut praediximus, depromentes, in unam formam compendio brevitatis contraximus; in quibus lector non nostra leget, sed veterum releget. Quod enim ego loquor, illi dicunt; et vox mea ipsorum est lingua. Sumpta itaque sunt ab auctoribus Origine, Victorino, Ambrosio, Hieronymo, Augustino, Fulgentio, Cassiano, ac nostri temporis insigniter eloquenti Vgl. allgemein zu Isidor über die Werke Jacques Fontaines hinaus, von denen im weiteren einige genannt werden, auch Diesner: Isidor. Fontaine: Isidor, Sp. 677. Fontaine: Grammaire, S. 315. Vgl. Isidor: In Genesin; die kritische Edition Isidorus Hispalensis: Expositio in Genesim. Ed. Michael M. Gorman et Martine Dulaey. Florenz (SISMEL) 2000 war in Deutschland nicht einsehbar. O'Loughlin: Isidore, S. 263. Vgl. O'Loughlin: Isidore, S. 263. 742 743 744 745 746...

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