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Kindermord und «Kinderfachabteilungen» im Nationalsozialismus

Gedenken und Forschung

Edited By Lutz Kaelber and Raimond Reiter

Das Thema «Kinderfachabteilungen» wird in seinen vielseitigen Dimensionen dargestellt. Dabei handelte es sich im Zweiten Weltkrieg um etwa 30 Tötungsstätten in der Psychiatrie und anderen Heileinrichtungen im «Großdeutschen Reich», in denen über 5.000 geistig und körperlich behinderte Kinder umgebracht wurden. Vorgestellt wird die aktuelle Gedenkkultur in diesem Bereich und es werden Fragestellungen der Forschung vorgestellt, die auch für andere Opfergruppen relevant sind. Weiterhin werden Details der NS-Verbrechen in den «Kinderfachabteilungen» dargestellt. Den Herausgebern ist es gelungen, fachkundige Autoren zu den Tötungsstätten in Hamburg, Lüneburg, Stuttgart, Waldniel, Wiesloch und auf dem Eichberg sowie einer Ausstellung zum Thema in Korbach zu gewinnen. Der Band ist mit zahlreichen Abbildungen ausgestattet.

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Vorwort (Lutz Kaelber. Raimond Reiter) - 7

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Vorwort Lutz Kaelber. Raimond Reiter Abb.: Bildungs- und Gedenkstätte „Opfer der NS-Psychiatrie“ in Lüneburg auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (Raimond Reiter, 2010) Die vorliegende Aufsatzsammlung zum Thema „Kinderfachabteilungen“ im Nationalsozialismus und das Gedenken an sie will eine Lücke in der Literatur schließen und versteht sich zugleich als Diskussionsbeitrag zu einem nicht ein- fachen Thema. Damit ist eine Vielschichtigkeit angesprochen, sowohl was die Autoren betrifft als auch die dargestellten Themen. Die Herausgeber sind seit vielen Jahren mit den Dimensionen der folgenden Aufsätze vertraut; Lutz Kael- ber vor allem durch Besuche von Gedenkorten und Raimond Reiter durch seine Arbeit in der Bildungs- und Gedenkstätte „Opfer der NS-Psychiatrie“ in Lüne- burg. Beiden sind in der Forschung aktiv, die eine wichtige Basis für die Ge- denkarbeit darstellt. 8 Lutz Kaelber. Raimond Reiter Trotz umfangreicher Veröffentlichungen gibt es weiterhin Forschungsbe- darf. Der Grund liegt in der Komplexität der Fragestellungen, in denen sich me- dizingeschichtliche, juristische und geschichtswissenschaftlich-methodische As- pekte durchdringen. Hinzu kommt das System der Geheimhaltung und der „Ge- heimen Reichssachen“. Nicht selten erfordern Erkenntnisse ein spezialisiertes Fachwissen. Die Zusammenstellung des Buches kombiniert Fragen der Forschung zu „Kinderfachabteilungen“ im Zweiten Weltkrieg und das Gedenken an sie. Udo Benzenhöfer gibt einen Überblick, welche dieser Einrichtungen es im Zweiten Weltkrieg gegeben hat. Lutz Kaelber berichtet ausführlich auf der Basis mehre- rer Forschungsreisen zu den Stätten sämtlicher in der Forschung bekannten „Kinderfachabteilungen“ über die verschiedenen Formen des Gedenkens, so dass...

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