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Kindermord und «Kinderfachabteilungen» im Nationalsozialismus

Gedenken und Forschung

Edited By Lutz Kaelber and Raimond Reiter

Das Thema «Kinderfachabteilungen» wird in seinen vielseitigen Dimensionen dargestellt. Dabei handelte es sich im Zweiten Weltkrieg um etwa 30 Tötungsstätten in der Psychiatrie und anderen Heileinrichtungen im «Großdeutschen Reich», in denen über 5.000 geistig und körperlich behinderte Kinder umgebracht wurden. Vorgestellt wird die aktuelle Gedenkkultur in diesem Bereich und es werden Fragestellungen der Forschung vorgestellt, die auch für andere Opfergruppen relevant sind. Weiterhin werden Details der NS-Verbrechen in den «Kinderfachabteilungen» dargestellt. Den Herausgebern ist es gelungen, fachkundige Autoren zu den Tötungsstätten in Hamburg, Lüneburg, Stuttgart, Waldniel, Wiesloch und auf dem Eichberg sowie einer Ausstellung zum Thema in Korbach zu gewinnen. Der Band ist mit zahlreichen Abbildungen ausgestattet.

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Ein Gedenkbaum für Opfer der „Kinderfachabteilung“ Lüneburg und andere Fragen der Ausstellungskultur (Raimond Reiter) - 229

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Ein Gedenkbaum für Opfer der „Kinderfachabteilung“ Lüneburg und andere Fragen der Ausstellungskultur Raimond Reiter 1. Einleitung Im Jahre 2010 hat die Bildungs- und Gedenkstätte „Opfer der NS-Psychiatrie“ in Lüneburg das Projekt „Neugestaltung der Dauerausstellung in den Räumen der Gedenkstätte“ durchgeführt. Kooperationspartner waren vor allem das Gymnasium Herderschule Lüneburg und die Leuphana Universität Lüneburg. Dabei wurde von Schülern und Studierenden eine Vielzahl von hochwertigen Konzepten, Gestaltungsideen, Entwürfen und auch Objekten erstellt. Das Pro- jekt wurde mit Mitteln des Bundesprogrammes „VIELFALT-TUT-GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ gefördert. Das kaum erwartete starke Engagement von allen Beteiligten und die hohe Qualität der Arbeitsergebnisse haben die Projektidee der Gedenkstätte bestätigt, nach der Schüler und Studie- rende durchaus eigenständig konkrete Vorstellungen einer Gedenkkultur entwi- ckeln können. Die Gedenkstätte hat von Beginn an Wert darauf gelegt, dass die Räume und Ressourcen als veränderbar und gestaltbar gesehen werden. Auch ein umfang- reicher Fundus an historischem Material sowie eine Vielzahl von wissenschaft- lichen Veröffentlichungen des Autors zu Themen der Gedenkstätte bildeten ein sicheres Fundament für die Arbeit. Eines der Projektergebnisse war die Gestal- tung eines „Gedenkbaumes“ von drei Studierenden, der in besonderer Weise dazu anregen kann, über zeitgemäße und künstlerische Gestaltungsformen in der Gedenkkultur nachzudenken, die den teilweise grausamen Themen der Gedenk- stätte angemessen sind und dennoch zu einer ästhetisch ansprechenden Verar- beitung beitragen. Bevor auf dieses Objekt eingegangen...

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