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Die Star-Genese

Entwicklung eines Modells zur Entstehung und Definition des Star-Phänomens- Eine qualitative Analyse am Beispiel von Florian Silbereisen

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Anja Weller

Was ist ein Star und wie wird eine Medienperson zu einem Star? Diese Fragen stehen im Vordergrund des Buches und werden anhand verschiedener Dimensionen des Stars sowie einem Modell der Star-Genese beantwortet. Die Dimensionen und das Modell werden an der Person Florian Silbereisen exemplarisch angewandt und geprüft. In die Analyse sind alle einen Star konstituierenden Faktoren eingeflossen: Die Produzenten, die den Star zunächst in die Öffentlichkeit stellen, die Medien, welche den Star vervielfältigen, und die Rezipienten, die den Star schließlich produzieren. Entsprechend dienten als Analysematerial Moderationen von Florian Silbereisen, Zeitungsartikel sowie eine Fanbefragung.

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4. Inszenierung 51

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Inszenierung 51 4. Inszenierung Nachdem Florian Silbereisen nun im engen Kontext der „Feste der Volksmusik“ analysiert wurde, werde ich in diesem Kapitel auf den gesamten Kontext seiner Präsenz eingehen. Dazu gehört vor allem sein Auftritt in den Massenmedien, der nur durch bestimmte Inszenierungsstrategien geschehen kann. Was Inszenierung bedeutet, warum sie notwendig ist und welcher Inszenierung ein Star bedarf, werde ich in den folgenden Kapiteln erläutern. Das Prinzip der Inszenierung ist „in allen Gesellschaftsbereichen zu finden“, so dass die heutige Gesellschaft einer „Inszenierungsgesellschaft“ 251 gleich kommt. Inszenierungen werden in erster Linie eingesetzt, um „die Aufmerk- samkeit von anderen Menschen zu erlangen.“252 Alle Medien sind abhängig von der Erzeugung von Aufmerksamkeit, um ihre Rezipienten an sich zu binden, so dass das Mittel der Inszenierung immanent für die Medien wird. Besonders „Überraschungen, Brüche, Extreme“253 sind gefragte Mittel im Kampf um die Aufmerksamkeit und machen die Selbstinszenierung von Medienakteuren unab- dingbar. Denn „was in den Medien nicht stattfindet, findet nicht statt; was medial nicht wahrgenommen wird, existiert nicht.“254 „Im allgemeinen Sprachgebrauch“ bedeutet Inszenierung zum einen, „ausgehend von den Künsten, das In-Szene-Setzen eines Werkes“255. Gemeint ist damit „die technische und künstlerische Leitung und Vorbereitung der Auf- nahme eines Films oder der Aufführung eines Theaterstückes.“256 Zum anderen steht eine Inszenierung dafür, „daß öffentliche Handlungen auf eine Effekt- dramaturgie hin konzipiert werden.“257 Wird der Begriff außerhalb der Künste, des Filmes und Theaters verwendet, dann sagt er in erster...

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