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Die Star-Genese

Entwicklung eines Modells zur Entstehung und Definition des Star-Phänomens- Eine qualitative Analyse am Beispiel von Florian Silbereisen

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Anja Weller

Was ist ein Star und wie wird eine Medienperson zu einem Star? Diese Fragen stehen im Vordergrund des Buches und werden anhand verschiedener Dimensionen des Stars sowie einem Modell der Star-Genese beantwortet. Die Dimensionen und das Modell werden an der Person Florian Silbereisen exemplarisch angewandt und geprüft. In die Analyse sind alle einen Star konstituierenden Faktoren eingeflossen: Die Produzenten, die den Star zunächst in die Öffentlichkeit stellen, die Medien, welche den Star vervielfältigen, und die Rezipienten, die den Star schließlich produzieren. Entsprechend dienten als Analysematerial Moderationen von Florian Silbereisen, Zeitungsartikel sowie eine Fanbefragung.

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7. Schlussbetrachtung 107

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Schlussbetrachtung 107 7. Schlussbetrachtung Am Anfang der Arbeit standen die Fragen „Was ist ein Star?“ und „Wie wird ein Star inszeniert?“. Ihre Beantwortung fand im Laufe der Arbeit durch ver- schiedene theoretische Betrachtungen und die Analyse des Stars Florian Silber- eisen statt. Zu Beginn näherte ich mich dem Begriff des Stars durch seine ur- sprüngliche Bedeutung an, dem Stern am Himmel. Die Analyse ergab, dass zahlreiche der Eigenschaften, die dem Himmelskörper zugeschrieben werden, tatsächlich auch auf den personalisierten Star zutreffen. Sowohl der Stern als auch der Star lösen bei seinem Betrachter eine große Faszinationskraft aus, die durch seine Rätselhaftigkeit noch verstärkt wird. So sind seine Bedingungen und Eigenschaften unklar und erzeugen auf diese Weise eine Art Mythos. Durch die Medien wird der Star zu seinen Fans transportiert, die aber nie in die Lage ge- raten, die reale Person hinter dem Star kennenzulernen. Auch der Stern am Himmel ist für seinen Betrachter niemals greifbar, und allein das Licht ist in seinem Fall das Medium zwischen ihm und den Menschen. Die Medien als zwischengeschaltete Instanz erzeugen demnach gleichzeitig Distanz durch ihre Eigenschaft nur abbilden zu können, aber schaffen wiederum auch Nähe auf- grund einer detaillierten Berichterstattung und damit zumindest der Erzeugung einer Illusion von Nähe. Weiterhin ist das Bild eines Stars nie ein vollständiges, was dazu führt, dass der Fan diese Lücken mit seinen eigenen Vorstellungen und Wünschen ausfüllen kann und bei diesem Prozess wieder...

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