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Identität als Experiment

Ich-Performanzen auf der Gegenwartsbühne

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Philipp Schulte

Dieses Buch zeigt anhand ausgewählter Arbeiten aus der Performance Art, auf welche Weisen sich Identitätskonstitutionen und -dekonstruktionen in den zeitgenössischen Darstellenden Künsten vollziehen. Welche Taktiken werden in den Performances angewandt, um ihre eigene, Identitäten setzende Struktur zu unterwandern? Die Untersuchung versteht sich auch als ein Plädoyer dafür, ein Bewusstsein für das Verhältnis zwischen dem performenden Subjekt und seiner Selbst-Darstellung zu entwickeln. Ihre Wirkung entfaltet sich demnach dank der Differenz zum Leben und nicht aufgrund einer Identität mit ihm. Analysiert werden Projekte von Marina Abramović, Spalding Gray, Michael Laub, Xavier Le Roy, Walid Raad und Rimini Protokoll.

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Inhalt

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Zur Einleitung: Ein Vergleich I. Identitätstheorien 11 1. Substanz oder Prozess? – Der Identitätsbegriff im historischen Abriss 28 1.1. Zum Begriff – 1.2. Essentialistische und prozessorientier- te Identitätsvorstellungen – eine einführende Gegenüberstel- lung – 1.3. ‚Identitätʻ und ‚Identifizierungʻ in der Psychoanaly- se – 1.4. Deutungsinflation und Begriffsskepsis im 20. Jahr- hundert – 1.5. Narrativ konstruierte Identität bei Paul Ricœur 2. Butlers Konzept performativer Identität 60 2.1. Performativität – 2.2. Identitäten als rückwirkende Effek- te – 2.3. Handlungsfähigkeit durch Subversion – 2.4. Fazit 3. Performative Identitäten als substanzfingierende Akte 90 3.1. Isers Fiktionsbegriff und Butlers Identitätstheorie – 3.2. Fazit II. Identitäten auf dem Theater 1. Substanz- und performanzorientierte Identitäten im Theater 108 1.1. Zum Verhältnis von Rollenidentität und Darstelleridenti- tät – 1.2. Das Subjekt in der Krise – Avantgardistische Theater- formen um und seit 1900 – 1.3. Identitätssetzungen in der Performance Art des 20. Jahrhunderts – 1.4. Authentizität als Fiktion: Jerzy Grotowski und Richard Schechner 2. Subversion von Identitätssetzungen auf der postdramatischen Bühne 135 2.1. Modellhaftigkeit des theatralen Kunstwerks durch Ver- fremdung – 2.2. Mögliche Formen der Subversion – 2.2.1. Subversion und Körperlichkeit: Der Einfluss des Semiotischen (nach Kristeva) – 2.2.2. Konfrontation mit dem Realen (nach Lacan) – 2.2.3. Subversion durch Komik: Fremdparodie und 8 Selbstzelebration (nach Butler, Bergson, Bachtin) – 2.3. Kohä- rente vs. postsouveräne Identitäten III. Identitätsexperimente 1. Identitätsdekonstruktionen in der zeitgenössischen Performance Art 1.1. Performance und Autobiographie in den 1970er und 1980er Jahren – 1.2. Der...

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