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Der Westliche Balkan zwischen Marginalisierung und EU-Integration

Historische, kulturelle und politische Perspektiven

Edited By Julia Kowalski and Tobias Schneider

Unter dem Begriff des Westlichen Balkans werden heute die Länder des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Mazedonien und Kosovo) sowie Albanien zusammengefasst. Trotz der fortschreitenden Annährung dieser Länder an die Europäische Union ist das Wissen über die Region meist nur schwach ausgeprägt, oft dominieren Vorurteile das Bild. Der Sammelband spannt thematisch und zeitlich einen weiten Bogen. Die von anerkannten Experten verfassten Beiträge befassen sich aus historischer, kultureller und politischer Perspektive mit dem Westlichen Balkan und vermitteln so nicht nur ein umfassendes Bild dieser Region, sondern fördern auch das Verständnis für eine der faszinierendsten Gegenden Europas.

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Valter Ibrahimi - Grußwort des albanischen Botschafters in der Bundesrepublik Deutschland 7

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7 Grußwort des albanischen Botschafters in der Bundesrepublik Deutschland Valter Ibrahimi Der westliche Balkan zwischen Marginalisierung und EU Integration Die Region des westlichen Balkans umfasst all diejenigen Länder Südosteuro- pas, die sich derzeit im Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess der Europäi- schen Union befinden, ebenso wie das Kosovo, welches den Prozess zu einem späteren Zeitpunkt aufnehmen wird. Der Begriff des „westlichen Balkans“ ent- spricht dabei keiner traditionell geographischen Bezeichnung. Es handelt sich vielmehr um einen relativ jungen politisch motivierten Begriff, der jene südost- europäischen Länder einbezieht, die einen baldigen Beitritt zur EU anstreben: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Kosovo, Mazedonien, Monte- negro sowie Serbien.1 Als solcher vereint der Begriff diese Länder in ihrem gemeinsamen Ziel einer Westanbindung trotz ihrer zum Teil sehr unterschiedli- chen Vergangenheit: die Zukunft aller Länder des westlichen Balkans liegt in Europa. Nach den weltweiten politischen Umbrüchen der späten achtziger sowie der frühen neunziger Jahre mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Fall der Ber- liner Mauer haben die Länder des Westbalkans ähnlich wie ihre Nachbarn in Ost- und Südosteuropa einen Wandel durchlebt. Ihr wichtigstes Ziel bestand dabei wohl vor allem darin, die kommunistische Vergangenheit und die einsti- gen Prinzipien der sozialistischen Planwirtschaft hinter sich zu lassen, um den Weg für tiefgreifende Demokratisierungsprozesse zu ebnen. Der gesellschaftli- che Wandel wurde in den neunziger Jahren in den meisten ex-jugoslawischen Staaten durch blutige ethnische und religiöse Konflikte erschüttert, die mit dem Zerfall...

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