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Der Westliche Balkan zwischen Marginalisierung und EU-Integration

Historische, kulturelle und politische Perspektiven

Edited By Julia Kowalski and Tobias Schneider

Unter dem Begriff des Westlichen Balkans werden heute die Länder des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Mazedonien und Kosovo) sowie Albanien zusammengefasst. Trotz der fortschreitenden Annährung dieser Länder an die Europäische Union ist das Wissen über die Region meist nur schwach ausgeprägt, oft dominieren Vorurteile das Bild. Der Sammelband spannt thematisch und zeitlich einen weiten Bogen. Die von anerkannten Experten verfassten Beiträge befassen sich aus historischer, kultureller und politischer Perspektive mit dem Westlichen Balkan und vermitteln so nicht nur ein umfassendes Bild dieser Region, sondern fördern auch das Verständnis für eine der faszinierendsten Gegenden Europas.

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Hannes Grandits - Der westliche Balkan – Ein Überblick 17

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17 Hannes Grandits Der Westliche Balkan – Ein Überblick Woher der Begriff „Westlicher Balkan“? Am 2. Juni 2010 wurde in Sarajevo eine große internationale Konferenz ausge- tragen, bei der die politischen Führer der Staaten des so genannten Westlichen Balkans vor Vertretern der EU und der USA bzw. der NATO ihre Visionen über die Entwicklung ihres jeweiligen Staates in den folgenden 10 Jahren prä- sentieren sollten – so der Wunsch der europäischen und US-amerikanischen Politik. Diese große Konferenz fand ungefähr am 10. Jahrestag der ersten gro- ßen solchen Zusammenkunft statt, die am 23. und 24. November 2000 über die Bühne ging und bei der die Europäische Politik bei dem so genannten „Zagre- ber Gipfel“ einst ihre neue ambitionierte Vision für die Region des „Westlichen Balkans“ präsentierte. Blicken wir nochmals auf diese Jahre 1999 und 2000 zurück. Dies war nämlich die Zeit, in der auch die Bezeichnung „Westlicher Balkan“ eigentlich erst in den Sprachgebrauch eingeführt wurde. Im Jahre 1999 war es vor dem Hintergrund der in der westlichen Öffentlichkeit alles andere als unumstrittenen und emotional diskutierten wochenlangen NATO-Bombardements Serbiens (Restjugoslawiens) – in den 78 Tagen zwi- schen dem 24. März bis 10. Juni 1999 waren über 35.000 Lufteinsätze geflogen worden – in den westlichen Bündnissystemen – und insbesondere in der EU – endgültig zu einem Konsens darüber gekommen, dass es für die ehemals sozia- listischen Länder Südosteuropas vor allem auch eine längerfristige Perspektive geben müsse,...

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