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Wissenschaftssprache Deutsch: lesen – verstehen – schreiben

Ein Lehr- und Arbeitsbuch

Gabriele Graefen and Melanie Moll

Das Lehr- und Arbeitsbuch wendet sich an diejenigen, die an deutschsprachigen Hochschulen studieren oder wissenschaftlich arbeiten wollen und deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Voraussetzung für die Arbeit mit diesem Buch ist ein fortgeschrittenes Sprachniveau (C1). Angestrebt wird eine souveräne Beherrschung der Wissenschaftssprache Deutsch und damit eine wissenschaftskommunikative Kompetenz auf hohem Niveau (C2). Das Buch ist geeignet für studienbegleitende oder -vorbereitende Kurse an deutschsprachigen Hochschulen sowie für den weltweiten Einsatz an Universitäten, deutschen Auslandsschulen oder Sprachinstituten. Es bietet aufgrund seiner Reichhaltigkeit und durch den Lösungsschlüssel im Internet motivierten Lernern auch die Möglichkeit zum Selbststudium.

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4 Frage, Problem und Verwandtes 43

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Wissenschaftssprache Deutsch 43 4 Frage, Problem und Verwandtes Fragen sind ein „Motor“ der Wissenschaft, ebenso Probleme. Die Entdeckung und Formulierung einer Frage oder eines Problems ist meist der Anfang wissen- schaftlicher Tätigkeit. Eine wesentliche Frage kann als Leitfrage bezeichnet werden. Wenn der Titel einer wissenschaftlichen Arbeit als Frage formuliert ist, wird daran oft schon deutlich, dass in der Arbeit ein Problem oder eine Kontroverse behandelt wird. So lautet ein Titel aus dem Jahr 1981, in dem die Rolle von CO2 noch sehr umstritten war: % .OLPD¦QGHUXQJDOV)ROJHGHU&2=XQDKPH" Der Ausdruck „Fragestellung“ erscheint oft als gleichbedeutend mit „Frage“, aber nach Auskunft von Wörterbüchern handelt es sich um „die Art, wie man ei- ne Frage stellt“. Dasselbe gilt für den Ausdruck „Problemstellung“: Es handelt sich um die Art, wie ein Problem gestellt wird, z.T. wird das Wort aber auch im Sinne von „Problem“ benutzt. Im Vergleich zu einem Problem ist eine Problematik umfangreicher, abstrakter, schwerer überschaubar. Sie kann mehrere Probleme beinhalten oder mehrere „Ebenen“ haben. Ein wichtiger Unterschied im Gebrauch ist, dass „Problemstellung“ und „Pro- blematik“ abstrakte Substantive (normalerweise ohne Plural) sind, „Probleme“ können dagegen vermehrt und gezählt werden. Verwendungsbeispiele % 'DI¾UۣVWHKWPLWGHUYRQ-RVKXD)LVKPDQDXVJHDUEHLWHWHQ)UDJH:HU VSULFKWZDQQ]XZHPLQZHOFKHU6SUDFKH"HLQSUDNWLNDEOHU$QVDW]]XU 9HUI¾JXQJۡ (aus: Schiewe 1996, S. 186) % ۣ(LQHJHQHUHOOH)UDJHEHLGHU8QWHUVXFKXQJGHU:RUWDUWHQLVWGLHQDFK HLQHPDQJHPHVVHQHQ*UDPPDWLNPRGHOOۡ (aus einer studentischen Hausarbeit) 44 G. Graefen / M. Moll 4.1 Lexikalische Übung: Wortfamilien ergänzen Aufgabe: Tragen Sie in der Tabelle unten die fehlenden Substantive, Verben oder Adjektive...

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