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Ovide Decrolys Pädagogik im Vergleich zur heutigen lebensbezogenen Pädagogik

Mit besonderem Blick auf den Lebensbezogenen Ansatz von Norbert Huppertz

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Rosemarie Koelblin

Die Arbeit beschreibt Zielsetzungen, Werte und Normen der lebensbezogenen Pädagogik. Dabei wird der historische Wandel von der Zeit der Reformpädagogik zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur aktuellen Lebenspädagogik des 21. Jahrhunderts aufgezeigt. Der belgische Arzt, Psychologe und Pädagoge Ovide Decroly gründete 1907 die École pour la vie par la vie, in der er seine Erfahrungen aus der Arbeit mit sozial benachteiligten Kindern mit Lerndefiziten auf die normalen Erziehungsverhältnisse übertrug. Die von Decroly entwickelte Méthode Decroly auf der Basis von Anschauung und Erzieherischen Spielen zur Förderung der intellektuellen Fähigkeiten des Kindes wird heute noch an öffentlichen Schulen in Brüssel, Paris und Barcelona erfolgreich praktiziert. Im Mittelpunkt dieser Pädagogik steht das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen und Interessen, die in gleicher Weise noch heute von der aktuellen Lebenspädagogik vertreten werden. Die in diesem Buch dargestellte lebensbezogene Pädagogik ist aufgrund ihrer individualisierenden Perspektive und infolge ihrer klar ausgewiesenen Bildungsorientierung aktueller denn je. Die pädagogischen Ziele orientieren sich an der Wissenschaftsposition des von Norbert Huppertz begründeten Partial-Holismus. Bildungsinhalte und das Vermitteln von Orientierungswissen sowie die damit verbundene Internalisierung von Werten sind ausführlich beschrieben und anhand praktischer Beispiele aufgezeigt.

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XI. Biographische Daten: Norbert Huppertz und Ovide Decroly 227

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227 XI. Biographische Daten: Norbert Huppertz und Ovide Decroly 1. Vita und Arbeitsschwerpunkte von Norbert Huppertz Norbert Huppertz, geb. am 12. April 1938 in Konzen bei Aachen, verheiratet mit Diplom-Pädagogin Monika Huppertz seit 1968; Vater von vier Kindern; zwei Enkelkinder. Norbert Huppertz studierte nach dem Abitur Philosophie, Erziehungswissen- schaft und klassische Philologie an der Universität Freiburg. Förderung durch die Begabtenstiftung des Cusanuswerkes. Er promovierte bei Hans Reiner, einem direkten Schüler von Edmund Husserl. Seit 1972 ist er Professor für Allgemeine Pädagogik, Sozialpädagogik und Elementarpädagogik an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg im Breisgau. Als Professor (emeritus) ist er in Forschung und Lehre sowie umfassender Vortragstätigkeit aktiv. Seit dreieinhalb Jahrzehnten ist Norbert Huppertz als Hochschullehrer in der Ausbildung von Diplom-Pädagogen sowie von Lehrkräften für Grund-, Haupt- und Realschulen tätig, unter anderem für das Fach Elementar- bzw. Vorschulpä- dagogik. Die Fort- und Weiterbildung ist für Professor Norbert Huppertz ein wichtiges Anliegen. Er hat zahlreiche Weiterbildungs- und Forschungsprojekte, besonders im Elementarbereich, geleitet und durchgeführt, an denen Tausende Erzieherinnen teilgenommen haben.533 Forschungsmethodische Position Unter Leitung von Norbert Huppertz an der Pädagogischen Hochschule Freiburg i. Br. wurde 1985/86 im Rahmen mehrerer Forschungsarbeiten im Arbeitsbereich Sozialpädagogik das partial-holistische Konzept entwickelt. Der Partial-Holismus (latein.: pars „der Teil“ und griech.: holon „das Ganze“) ist die Lehre von der Be- trachtung und Erforschung der Details (partial), ohne dabei dessen Verbindung zu seinem Ganzen (holistisch) außer Acht zu lassen. Eine...

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