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Konzertprogramme

Das Kernprodukt als Chance und Herausforderung für Konzerthäuser

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Dorothee Kalbhenn

Bei der Suche nach Wegen aus der Krise des klassischen Konzerts wird dessen eigentliches Kernprodukt Konzertprogramm selten als Lösung ausgewiesen. Es steht bislang vielmehr unter dem Verdacht, mit immer gleichem Schema und Repertoire vor allem eines zu sein: ewig gestrig. Grund genug, gerade solche Konzertprogramme auf zeitgemäße Potenziale zu untersuchen, die in traditionellem Rahmen stattfinden. Aus einem von Kulturpessimismus befreiten, aber kritischen Blickwinkel beleuchtet das Buch die Programme heutiger Konzerthäuser in ständigem Abgleich mit der historischen Gestalt von Programmen. Qualitative Saisonanalysen sowie Interviews mit den Intendanten von Gewandhaus zu Leipzig, Kölner Philharmonie und Elbphilharmonie Hamburg nähern sich Antworten auf die Frage: Was kann das Kernprodukt?

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Inhalt

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Abbildungsverzeichnis ........................................................................................ 13 Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................... 15 Vorbemerkung ..................................................................................................... 17 1 Einleitung ..................................................................................................... 19 2 Konzert und Konzertwesen als Kind des emanzipierten Bürgertums .. 25 2.1 Terminologie und Definition von Konzert ........................................... 26 2.2 Die Geschichte des Konzertwesens als Geschichte der Steigerung von Autonomie ................................................................... 29 2.2.1 Vorläufer auf Amateurniveau: Konzerte als Privileg .................................. 30 2.2.2 Hauptstrang professionelles Konzert: erster Darbietungscharakter ............. 32 2.2.3 Das Autonomieprinzip in den Konzerten der bürgerlichen Vereinigung .... 34 2.3 Professionalisierung, Kommerzialisierung, Überkultivierung ............. 37 2.3.1 Das entwickelte Konzert als Hybrid aus Liebhaberkonzert und professionellem Konzert ....................................................................... 38 2.3.2 Musik wird eine Ware: Der Beginn der Konzertindustrie ........................... 41 2.3.3 Die Dichotomie von E- und U-Musik als Ausdruck einer gescheiterten Luxusdemokratisierung und eines gesteigerten Bildungsbedürfnisses........ 42 2.3.4 Oberklassenkultur und Re-Sakralisierung in den Musiktempeln ................ 45 3 Das Konzert im Spannungsfeld von Geschichte und Gegenwart: Krise? Chancen! .......................................................................................... 49 3.1 Status quo der Publikumsentwicklung – ein Symptom der Krise ........ 50 3.1.1 Die Studien: 8. KulturBarometer, ARD-E-Musikstudie, statistische Erhebungen des Deutschen Musikrats, GfK-Studie 2008 ......... 50 3.1.2 Zentrale, messbare Entwicklungen .............................................................. 52 3.2 Systemimmanente Besonderheiten des Konzerts im Kontext gesellschaftlicher und ökonomischer Gegebenheiten des 20. und 21. Jahrhunderts ................................................................. 56 3.2.1 Klassisches Konzert und Hochkultur ........................................................... 57 3.2.2 Die Bürde mit der Würde unter geänderten Vorzeichen: Kein Verlass mehr auf das Bürgertum! ....................................................... 58 3.2.2.1 Lifestyle statt Bürgertum ............................................................. 59 3.2.2.2 Alltagsferne Hochkulturszene ..................................................... 60 3.2.2.3 Distanz durch fehlende Sozialisation, fehlende Identifikation, fehlende Aktivität ........................................................................ 61 3.2.2.4 Rückgang des Prestigewerts von Bildung parallel zur Schaffung alternativer sozialer Foren ................................... 63 3.2.3 Konkurrierendes Freizeitangebot bei stärkerem Unterhaltungsbedürfnis ... 64 8 3.2.4...

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