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Kehillah Kedoschah – Spurensuche

Geschichte der jüdischen Gemeinde in Friedberg- Auf den Spuren der Friedberger Juden von den Anfängen bis zur Gegenwart

Edited By Hans-Helmut Hoos

Nur der historisch aufmerksame Betrachter findet heute noch Spuren jüdischen Lebens in Friedberg in der Wetterau (heute: Hessen). Nach der Zerstörung der Synagoge am 10. November 1938 und der Deportation der letzten jüdischen Gemeindemitglieder am 15. September 1942 in die Gettos und Vernichtungslager ist kaum etwas von der 750 Jahre dauernden Geschichte der Juden in Friedberg erhalten geblieben. Detailreich und durch viele Zeitdokumente anschaulich aufbereitet, wird in diesem Buch rekonstruiert, wie sich jüdisches Leben durch die Jahrhunderte hinweg entwickelt hat, welchen Gefahren es ausgesetzt war, und wie es im 20. Jahrhundert schließlich vernichtet worden ist. Exemplarisch werden die Schicksale dieser Menschen beschrieben und die «Geschichten hinter der Geschichte» nachgezeichnet.

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Die Einmaligkeit der jüdischen Gemeinde in Friedberg/Hessen 17

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17 Die Einmaligkeit der jüdischen Gemeinde in Friedberg/Hessen Der jüdischen Gemeinde in Friedberg wu rde von Histor ik ern schon früh eine besondere Rolle zugemessen. 1788 schrieb der Burgfried berger F.R.C .D. Schazmann: „Die Friedb erger, W indecker und Wormser Juden sind ohne Zweifel die ältesten im Reiche und erste nach den Wormsern wohl vorzügli ch, wovon theils die vorthei lhafte Lage ihrer Gasse für den Hand el, theil s das sogenannte kalte Bad …wie ihre Syna goge die auffallendsten Beweise sind.“ 1 1909 führte Hei nric h Ehrmann (1856–1931) aus: „Gelegen tli ch eines Vortr ages habe ich bere its darauf hing ewiesen, daß sich in Friedb erg eigentlich drei selbstständige Gemeinwesen befanden: nebst der Burg und Stadt die jüdi - sche Gemei nde, da sie eine weitgehend e Autonomie, eine besondere Verwal tung, eine eigene Gerichtsbarkeit und ein eigenes blühen des Schulwesen besaß, also alle Merkmale der inneren Selbstständ igk eit. “2 In Anlehnung an Ehrmann gestand auch Rock in seiner ausführli chen Darstellung der Ereignisse des Dreißi gjähr igen Krieges in Fried berg und der Wetterau der jüdischen Gemeinde den Status eines „dritte n selbständigen Ge- meinwe sens neben Burg und Stadt“3 zu. 1996 findet sich in einer Darstellung der jüdischen Gemeinden in Nor d- westdeuts chlan d die Feststellung: „Bedeutende städtische Gemeinde n existi erten um 1600 nur in Frank furt/M., Fried berg in der Wetterau und...

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