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Kehillah Kedoschah – Spurensuche

Geschichte der jüdischen Gemeinde in Friedberg- Auf den Spuren der Friedberger Juden von den Anfängen bis zur Gegenwart

Edited By Hans-Helmut Hoos

Nur der historisch aufmerksame Betrachter findet heute noch Spuren jüdischen Lebens in Friedberg in der Wetterau (heute: Hessen). Nach der Zerstörung der Synagoge am 10. November 1938 und der Deportation der letzten jüdischen Gemeindemitglieder am 15. September 1942 in die Gettos und Vernichtungslager ist kaum etwas von der 750 Jahre dauernden Geschichte der Juden in Friedberg erhalten geblieben. Detailreich und durch viele Zeitdokumente anschaulich aufbereitet, wird in diesem Buch rekonstruiert, wie sich jüdisches Leben durch die Jahrhunderte hinweg entwickelt hat, welchen Gefahren es ausgesetzt war, und wie es im 20. Jahrhundert schließlich vernichtet worden ist. Exemplarisch werden die Schicksale dieser Menschen beschrieben und die «Geschichten hinter der Geschichte» nachgezeichnet.

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Geschichtsschreibung als Gegenstand der Geschichte 18

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18 seiner architek ton ischen Dimensi onen kann das Judenbad in Friedb erg mit Recht ein All einstellun gsmerkm al für sich beanspruchen. In Friedberg lebten seit dem Mi ttel alter Juden nicht nur in dem Judenvier- tel, sondern auch zeitweise in der Burg und deren Territor ien in der Wette rau. Reli giöser Bezugspunkt für sie war bis zum 18. Jahrh undert die jüdische Ge- meinde in Frie dberg, auch wenn die zu ihr zählenden Mitglie der in unt er- schiedlichen Rechtsverh ältn issen und in verschi edenen politis chen und wi rt- schaftli chen Abhängigkeiten standen. Ihre Rabbiner wirkten weit über die Regi on hinaus. Geschichtsschreibung als Gegenstand der Geschichte Erst in der 2. Häl fte des 19. und im 20. Jahrhundert rückt e die Geschichte der jüdis chen Gemeinde zunehmend in den Blickpu nkt der histo rische n Regional - forschung. Acht Jahre dauerte es, bis nach dem Ende des Nazir eiches die erste Arbeit zur „Geschich te der Fried berger Juden“ von Fritz H. Herrmann in den „Wette rauer Geschichtsblätt ern“ erschien. 6 In seinen 1953–1985 erschie nenen Arbeiten beschränkt e sich Herrman n auf drei Schwer punkte: Die Frage der steuerrechtl ichen und dami t poli tischen (Sonder-)Stellung der jüdischen Ge- meinde in Friedberg im Alte n Reich, die Auseinand ersetzungen zwische n den poli tischen Vertretern dieser Gemei nde mit der k aiserlichen Burg und der Freien Reichsstadt und Einzeler...

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