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Kehillah Kedoschah – Spurensuche

Geschichte der jüdischen Gemeinde in Friedberg- Auf den Spuren der Friedberger Juden von den Anfängen bis zur Gegenwart

Edited By Hans-Helmut Hoos

Nur der historisch aufmerksame Betrachter findet heute noch Spuren jüdischen Lebens in Friedberg in der Wetterau (heute: Hessen). Nach der Zerstörung der Synagoge am 10. November 1938 und der Deportation der letzten jüdischen Gemeindemitglieder am 15. September 1942 in die Gettos und Vernichtungslager ist kaum etwas von der 750 Jahre dauernden Geschichte der Juden in Friedberg erhalten geblieben. Detailreich und durch viele Zeitdokumente anschaulich aufbereitet, wird in diesem Buch rekonstruiert, wie sich jüdisches Leben durch die Jahrhunderte hinweg entwickelt hat, welchen Gefahren es ausgesetzt war, und wie es im 20. Jahrhundert schließlich vernichtet worden ist. Exemplarisch werden die Schicksale dieser Menschen beschrieben und die «Geschichten hinter der Geschichte» nachgezeichnet.

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2 „ …dass solche freyheit auch auf die juden, so daselbst in friedberg wohnen, und nicht allein auf die christen verstanden werden sollen“ 45

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45 Abb. 26: U rku nde Ullri chs III. von Hanau über den Verkau f von Juden schul e, Judenbad und jüdischen Wohnhäusern an die Stadt Fried berg vom 14. September 1350. Hessisches Staatsarchiv , Darmstadt B5, Nr. 476 2 „… dass solche freyheit auch auf die juden, so daselbst in friedberg wohnen, und nicht allein auf die christen verstanden werden sollen“ (Kaiser Matthi as an die Stadt Frie dberg am 16. Oktober 1613) 2.1 Neubeginn zwischen Tradition und Veränderung Nach der Aus löschung der ersten jüdischen Gemein de beurku ndete am 14. September 1350 Ul rich III. von Hanau , dass er an Bürgermeis ter, Rat und Bürger der Stadt Friedberg die Judensch ule , das Judenbad, sämtl iche bislang im Eigentum von Juden befindlic hen Häuser in Fried berg verkauf t habe (Abb. 26).1 Das Vorhandensei n der offensich tli ch unbeschädigten Gebäude der ehemali gen jüdi schen Gemeinde begünstigt e die rasche Wied eransi edlun g neuer Juden in Fried berg. Durch den Aufkau f und Wie derverka uf dieser Gebäude an die neu entstehende jüdische Gemeinde , glaubte die Stadt ihre rseits einen Rechtsanspruch auf die neu ansässigen Juden erlangt zu haben. Sie wurd en als Bei- bzw . H inters assen betracht et und waren als Teil der städtisch en Bevölker ung in die Pflicht genommen. Im Landfrieden von 1359 schloss die Stadt Fri edberg mit anderen wetteraui schen Landstädten einen...

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