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Sind Schwiegermütter alle gleich?

Eine Typologie aus Sicht der Schwiegertöchter

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Andrea Kettenbach

Das Klischee der «bösen Schwiegermutter» wird häufig thematisiert. Allerdings zeigen Umfragen, dass Schwiegermütter besser zu sein scheinen als ihr Ruf. Wissenschaftlich wurde die Thematik bislang kaum erforscht. Die Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage, wie Schwiegertöchter ihre Schwiegermütter wahrnehmen. Im Theorieteil wird die Thematik anhand sozialer Austauschtheorien, der Bindungstheorie, der Balancetheorie und der Theorie sozialer Repräsentationen eingeordnet. Im empirischen Teil wird im Rahmen einer Interviewstudie mit Hilfe einer Kombination qualitativer und quantitativer Verfahren eine Typologie entwickelt, mit der sich vier «Schwiegermuttertypen» abgrenzen lassen. Die ermittelte Typologie bildet die Grundlage für vielfältige Interventions- und Handlungsmöglichkeiten.

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Vorwort

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5 Vorwort Es gibt Schwiegermutter-Witze, allseits bekannte Negativklischees, ein großes Angebot an Ratgebern für „betroffene“ Schwiegertöchter und sogar einen Kak- tus namens Schwiegermutterstuhl. Fällt in einem Gespräch das Wort „Schwie- germutter“, so können zumindest die meisten Frauen aus Perspektive der Schwiegertochter oder „Quasi-Schwiegertochter“ sofort eine oft lebhafte Ge- schichte zum Thema beisteuern: Die liebe, die böse, die unergründliche Schwie- germutter! Die wissenschaftliche Psychologie hingegen hat sich bislang vergleichswei- se wenig zum „Phänomen Schwiegermutter“ geäußert. Dies ist angesichts seiner Alltagsrelevanz merkwürdig. Ist der Gegenstandsbereich vielleicht zu groß, komplex und sperrig, also technisch gesprochen zu „messy“, als dass er sich mit dem bewährten theoretischen und methodischen Instrumentarium der Psycholo- gie „sauber“ erforschen ließe? Wie immer im Leben gilt auch hier: Es kommt auf einen Versuch an! Genau dieser wird in Andrea Kettenbachs Dissertation unternommen. Die Autorin geht empirisch der Frage nach, ob und wie sich Schwiegermütter aus Sicht von Schwiegertöchtern in bestimmte „Typen“ einordnen lassen, so wie es, allerdings ohne wissenschaftliches Fundament, von Medien und Ratgeberliteratur nicht selten behauptet wird. Die theoriebezogene Verortung der Arbeit wird der Breite und Komplexität des Gegenstandes entsprechend in unterschiedlichen Theoriefamilien vorge- nommen, wobei sowohl Theorien sozialer Beziehungen als auch sozialer Reprä- sentationen die Leitperspektiven bilden. Ein „Theoriemix“ also, aber genau die- ser ist erforderlich, um dem Gegenstand gerecht zu werden. Als Resultat einer aufwendigen, sowohl mit qualitativen als auch quantitativen Methoden (einem „Methodenmix“ also) durchgeführten Befragung von...

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