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Social Media

Theorie und Praxis digitaler Sozialität

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Mario Anastasiadis and Caja Thimm

Social Media-Applikationen sind eine zentrale Triebfeder von Online-Kommunikation. Sie organisieren und stützen soziale Kontakte, ermöglichen Arbeits-, Freundschafts- und Intimbeziehungen, versorgen Nutzerinnen und Nutzer mit Informationen aus allen Lebens-, Gesellschafts- und Politikbereichen, unterstützen Bürgerbewegungen, eröffnen neue Absatz- und Werbekanäle für Unternehmen und reorganisieren Wissen. In Social Communities, Blogs, Microblogging-Diensten, Video- und Musik-Plattformen etc., finden mediatisierte Formen sozialer Kommunikation einen ausdifferenzierten Ermöglichungsraum ineinander verschränkter Applikationen und Nutzungspraxen. Um sich der Relevanz von Social Media anzunähern, beleuchtet dieser Sammelband mit der Auffächerung in Theorieperspektiven, Social Media und Institution und Social Media und Nutzungskulturen drei Hauptschwerpunkte aktueller Social Media-Forschung.

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Einleitung

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11 Prozess als Web 2.0 bezeichnet hat: „This is nothing less than the start of what Scott Dietzen, CTO of BEA Systems, calls the Web 2.0, where the Web beco- mes a universal, standards-based integration platform“ (CIO.com, 22. Mai 2011). Für den vorliegenden Zusammenhang wird unmittelbar deutlich, dass die Stoßrichtung dieser frühen Begriffsverwendung eine etwas andere ist, als sie Tim O’Reilly (2005) in seiner meist als Ursprungsverwendung deklarierten Be- griffsexplikation von Web 2.0 (Schmidt 2009; Hellmann 2010) intendierte. Ist bei Knorr bzw. Dietzen noch zentral die Auslagerung von Arbeitsprozessen vom Desktop ins Web durch Standardisierung bezeichnet, stellt O’Reilly in seinem Text What is Web 2.0? zwar auch diesen Aspekt heraus, betont darüber hinaus aber stärker den Aspekt der Partizipation, den er unter anderem am Beispiel der Datentauschplattform BitTorrent als Grund legendes Prinzip des Web 2.0 expli- ziert: BitTorrent thus demonstrates a key Web 2.0 principle: [...] There's an implicit "ar- chitecture of participation", a built-in ethic of cooperation, in which the service acts primarily as an intelligent broker, connecting the edges to each other and harnessing the power of the users themselves (O’Reilly 2005). Das hier skizzierte Prinzip der Partizipation erfasst das Zusammenwirken infor- mationstechnologisch zur Verfügung gestellter Partizipationspotentiale und die konkreten Nutzungspraxen der Anwenderinnen und Anwender. Diese Grund- charakteristiken von Web 2.0-Applikationen sind der Ausgangspunkt einer mitt- lerweile vielgestaltigen Begriffslandschaft, die sich auf partizipative Online- Technologien bezieht. Allerdings weist Schmidt (2009) zurecht darauf hin, dass partizipative Elemente nicht erst seit der Ausrufung des Web...

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