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Die Dynamik von Sein und Nichts

Dimensionen der vergleichenden Philosophie

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Hisaki Hashi

Das Sein wurde als einer der bedeutendsten Grundbegriffe in der Geschichte der Philosophie immer wieder behandelt; das Nichts wurde in der Philosophie des Abendlandes zwar ebenso wie das Sein von Anfang an, aber wohl nicht von allen Denkern mit gleicher Nachdrücklichkeit erörtert. Betrachtet man die Philosophiegeschichte Ostasiens, so findet man dort die Genealogie der Reflexion über das Sein und Nichts. Das dynamische Verhältnis von Sein und Nichts wurde im Zen-Buddhismus intensiv reflektiert und es überlieferte der Philosophie der Kyoto-Schule und der zeitgenössischen Zen-Philosophie eine wichtige Grundlage. In dieser Schrift wurde beabsichtigt, die Dynamik von Sein und Nichts sowohl aus der Perspektive des Zen u.a. als auch aus der der Werke von Kant, Hegel, Heidegger u.a. zu reflektieren und vergleichend abzuhandeln. Zur Zen-Philosophie und zur Philosophie der Kyoto-Schule sind nötige sprachwissenschaftliche und philologische Erläuterungen beigefügt. So klären sich offene Fragen, und dem Leser wird die Möglichkeit der dynamischen Umwandlung seiner Reflexionsgrundlage an die Hand gegeben.

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ZWEITER HAUPTTEILDie Konstellation von Sein und Nichts bei Dögen und HegelÜber das Verhältnis des Endlichen und des Unendlichen 29

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ZWEITER HAUPTTEIL Die Konstellation von Sein und Nichts bei Dögen und Hegel Über das Verhältnis des Endlichen und des Unendlichen Dögen und Hegel 31 1. Einleitung: Reflexion im Umriss In diesem Hauptteil werden die Begriffe von Sein und Nichts bei Hegel und Dögen (Zen-Denker und -Mönch in Japan: 1200-1253) im Hinblick auf die logische Konstruktion ihres Denkens abgehandelt. In diesem Sinne ist der Grundmodus dieser Arbeit eine vergleichend-philosophische Überlegung der Konstellation der Begrifflichkeit von Sein und Nichts bei Hegel und Dögen. Die grundlegende Literatur bei Hegel ist „Wissenschaft der Logik" (TEIL I), insbesondere der 1. Abschnitt der Lehre vom Sein, in dem das Verhältnis von Sein und Nichts erörtert wird.' Dem Sein und dem Nichts entsprechende Termini im Zen-Buddhismus sind yü bzw. u und mu.2 In dieser Arbeit werden folgende Teile der Zen-Klassik Dögens berücksichtigt: aus „shöbö genzö" (Besinnen im rechten dharma Buddhas) des Dögen: bendöwa, sokushin zebutsu, gyöbutsu igi, genjö köan, 'Gespräch zum Buddha-Weg', 'Buddha als leibhaftes Selbst', 'Zum Ritual des Buddha-Weges', 'Die Verwirklichung der Wahrheits- fragen'.' Außer dem orthodoxen „shöbö genzö" (75-bändig) gibt es noch ein 28-bändiges Werk mit dem Titel „himitsu shöbö genzö": eine Geheim- überlieferung des „shöbö genzö" Dögens. Darunter ist der Band „shöji" 4 (Leben-Tod), der in meinem Beitrag einen wichtigen Platz einnimmt. Ausgewählte Teile des ganzen „shöbö genzö" wurden in „shushögi" in einer angemessenen Form zusammengefasst. Letzteres...

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