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Die Dynamik von Sein und Nichts

Dimensionen der vergleichenden Philosophie

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Hisaki Hashi

Das Sein wurde als einer der bedeutendsten Grundbegriffe in der Geschichte der Philosophie immer wieder behandelt; das Nichts wurde in der Philosophie des Abendlandes zwar ebenso wie das Sein von Anfang an, aber wohl nicht von allen Denkern mit gleicher Nachdrücklichkeit erörtert. Betrachtet man die Philosophiegeschichte Ostasiens, so findet man dort die Genealogie der Reflexion über das Sein und Nichts. Das dynamische Verhältnis von Sein und Nichts wurde im Zen-Buddhismus intensiv reflektiert und es überlieferte der Philosophie der Kyoto-Schule und der zeitgenössischen Zen-Philosophie eine wichtige Grundlage. In dieser Schrift wurde beabsichtigt, die Dynamik von Sein und Nichts sowohl aus der Perspektive des Zen u.a. als auch aus der der Werke von Kant, Hegel, Heidegger u.a. zu reflektieren und vergleichend abzuhandeln. Zur Zen-Philosophie und zur Philosophie der Kyoto-Schule sind nötige sprachwissenschaftliche und philologische Erläuterungen beigefügt. So klären sich offene Fragen, und dem Leser wird die Möglichkeit der dynamischen Umwandlung seiner Reflexionsgrundlage an die Hand gegeben.

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DRITTER HAUPTTEILDie Dimension des UnbeschränktenDas transzendentale Ideal Kants und das „absolute Nichts"bei Nishida 85

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DRITTER HAUPTTEIL Die Dimension des Unbeschränkten Das transzendentale Ideal Kants und das „absolute Nichts" bei Nishida Kant und Nishida 87 I. Problemstellung: Das Beschränkte und das Unbeschränkte bei Kant und Nihsida I. Orientierungsgrundlagel „Die Logik des Ortes des Da-Seienden und die religiöse Anschauung der Welt": Eines der wichtigsten Werke Nishidas wurde im Jahre 1945 knapp vor seinem Tode verfasst.2 Darin zeigte Nishida hauptsächlich folgendes Problem: Das Ich bildet mit seinem eigenen Leib ein dimensionales Da-Sein, welches aus einer untrennbaren Zwei-Einheit von Leben und Tod besteht. Welch einen Sinn hat dieses Da-Sein im philosophischen Denken? Versucht man diese Frage zu beantworten, so wird sich daraus die Meinung ergeben, dass das Da-Sein des Ich und alle partikularen Da-Seienden des Universums in einem Netz der All-Einheit zu befinden sind. Diese Einheit hat Nishida hauptsächlich in einer religiösen Anschauung durchleuchtet. Nishidas Arbeit tendierte dazu, ein Ideengebäude daraus zu konstruieren. Im Urgrund dieses Ideengebäudes liegt das Ich-Problem, welches von den verschiedenen geistigen Strömungen der philosophischen Geschichte Ostasiens beeinflusst wurde. Bei Nishida nehmen Zen- und Mahayana-Buddhismus einen wichtigen Teil in seinem Denken ein. Basierend auf seiner intensiven Auseinandersetzung mit dem Ich-Problem bahnt Nishida einen Denkweg zum vereinigten Denken und Handeln. Dieses Denken basiert auf einer Anschauung, die von dem existentiellen Bewusstsein des Ich begleitet wird. Nach dem langen Prozess gelangt der Denkweg Nishidas zum Endziel seines Ideals, das mit dem Stichwort der „existentiellen Dimension des absoluten Nichts" gekennzeichnet wird.3 Kant hat in seinem transzendentalen Ideal den...

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