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Der beschleunigte Ausbau der Höchstspannungsnetze als Rechtsproblem

Erläutert am Beispiel der 380 kV-Höchstspannungsleitung Lauchstädt - Redwitz - Grafenrheinfeld mit Querung des Rennsteigs im Naturpark Thüringer Wald

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Edited By Franz Jürgen Säcker

Das Energieleitungsausbaunetz strebt auf der Basis von EU-Vorgaben den schnellstmöglichen Ausbau des Höchstleitungsnetzes an, um die im Norden Deutschlands im Bau befindlichen Offshore-Windparks und fossilen Kraftwerke mit den Lastzentren im Süden Deutschlands zu verbinden, gegebenenfalls unter Verwendung von Erdkabeln, wo dies aus landschaftsschutzrechtlichen Aspekten geboten erscheint. Die beabsichtigte Beschleunigungswirkung wird indes allenfalls nur sehr beschränkt erreicht werden, wie diese Untersuchung zeigt, die unter Mitwirkung von Dr. Lina Böcker, Dr. Jörg Meinzenbach und Kim Mengering entstanden ist.

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B. Das Projekt einer „Südwestkuppelleitung“ (Mengering) 17

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17 B. Das Projekt einer „Südwestkuppelleitung“ (Mengering) I. Die Leitungstrasse von Lauchstädt – Redwitz – Grafenrheinfeld Die Vattenfall Europe Transmission GmbH (im Folgenden VE-T) plant als Teil einer 380-kV-Übertragungsleitung von der Ostsee in den süd- und südwestdeut- schen Raum die Errichtung einer 380-kV-Freileitung aus dem Raum Halle (Ausgangspunkt: Umspannwerk Bad Lauchstädt, Sachsen-Anhalt) in das Netz- gebiet der E.ON Netz GmbH (Freistaat Bayern), dessen Zielpunkt das Um- spannwerk Grafenrheinfeld bei Schweinfurt darstellt. Der genaue Verlauf dieser Leitung ergibt sich aus der nachfolgenden Übersichtskarte: Die von VE-T geplante Südwestkuppelleitung hat eine Länge von insgesamt ca. 300 km. Sie ist in die Abschnitte Lauchstädt – Vieselbach, Vieselbach – Al- tenfeld und Altenfeld – Redwitz unterteilt. Die Umspannwerke Vieselbach, Al- tenfeld und Redwitz sollen in die Südwestkuppelleitung eingebunden werden. Der vierte Abschnitt, von Redwitz nach Grafenrheinfeld, wird über die Netzver- stärkungsmaßnahmen der E.ON Netz GmbH abgedeckt. Ein Leitungsneubau ist hier nicht erforderlich. 18 Für den ersten Abschnitt der 380-kV-Leitung vom Umspannwerk Bad Lauch- städt zum Umspannwerk Vieselbach ist das Raumordnungs- und Planfeststel- lungsverfahren bereits abgeschlossen und die Teilabschnitte befinden sich be- reits im Bau. Der Bau dieses Leitungsabschnittes soll nach Angaben des Antrag- stellers (im Folgenden auch Vorhabensträger genannt) ca. 60 Mio. € kosten. Das Raumordnungsverfahren für den geplanten zweiten Abschnitt Viesel- bach-Altenfeld ist mit der landesplanerischen Beurteilung vom 30. März 2007 abgeschlossen worden. Anlage 1 Die voraussichtlichen Baukosten für diesen zweiten Abschnitt belaufen sich, nach Angaben des Antragstellers, auf ca. 80...

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