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Demokratie und Religion

Tagungsband zum Kolloquium der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz und der Demokratie Stiftung an der Universität zu Köln am 23. 11. 2009 in Köln

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Edited By Bernhard Kempen and Kolja Naumann

Das Verhältnis von Demokratie und Religion schwankt zwischen Kooperation, Indifferenz und Konfrontation. Während sich die derzeitige Diskussion oft auf die Kompatibilität von Islam und Grundgesetz verengt, versucht dieser Tagungsband der bestehenden Spannungslage allgemeiner nachzugehen, um mögliche Probleme aber auch Chancen zu analysieren und interdisziplinär zu diskutieren. Dabei wird zunächst in interdisziplinärer Blickrichtung untersucht, wie es für Religionen möglich ist, sich in pluralistischen Demokratien einbinden zu lassen, wo Möglichkeiten und wo Grenzen einer Zusammenarbeit aus dem spezifischen Blickwinkel der Religion bestehen. Ferner wird gefragt, wie sich der demokratische Staat gegenüber Religionsgemeinschaften verhalten kann, wie er mit ihnen gewinnbringend kooperieren, aber auch, auf welche Art und Weise er sie reglementieren kann.

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Unterwegs zu einer Exoduspolitik. – Eine Neubestimmung des Verhältnisses von Religion und Politik 9

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Unterwegs zu einer Exoduspolitik – Eine Neubestimmung des Verhältnisses von Religion und Politik Prof. Dr. Jürgen Manemann Direktor des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover Die Illegalen „Wir wissen alle, dass sie da sind. […] Dass sie für uns arbeiten. Und keine Papiere haben. Illegal sind.“ – so schreibt BJÖRN BICKER in seinem kürzlich erschienenen Buch über die Illegalen. Dort heißt es weiter: „du sagst asyl. sie schicken dich nach hannover in ein lager. sie fragen hast du eine quittung dass sie dich gefoltert haben. du verstehst nicht was sie meinen, eine quittung dass sie dich gefoltert haben. eine quittung von wem. was weiß ich. nachweis. von der poli- zei. zum beispiel. du sagst die haben dich geschlagen. wo steht das. nirgends. schlecht. hier ist das drin in deinem kopf. erinnerung ist lüge. das genügt nicht. das kann jeder sa- gen. quittung. der beamte hat wirklich gesagt quittung. jeder kann das sagen ich bin gefol- tert worden. sie sagen die zeitung ist gefälscht. sie sagen du hast dich vorbereitet. du kannst unsere sprache. sie sagen du hast nur einen plan: in deutschland bleiben. du sagst dass du eine schule besucht hast. du erzählst von deinem lehrer. sie sagen das interessiert uns nicht. warum haben sie dir nicht den roten teppich ausgerollt. sie reden von demokratie und frei- heit und rechten. du hast tote männer aus dem staub geborgen. du hast kinder in erdlö- chern versteckt damit sie das gas nicht einatmen. du...

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