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Das Basler Konzil

Synodale Praxis zwischen Routine und Revolution

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Stefan Sudmann

Das Basler Konzil (1431-1449) hat sich nicht allein um eine Reform der Kirche an Haupt und Gliedern bemüht, sondern auch die Funktion einer Schiedsinstanz in zahlreichen kirchlichen und weltlichen Streitsachen eingenommen, Ketzer- und Kanonisationsprozesse geführt, dogmatische Entscheidungen gefällt und einen Plenarablaß ausgeschrieben. Damit stellte es bestehende Strukturen und vor allem die päpstliche Verfassung der Kirche in Frage. Diese Arbeit untersucht die in dieser umfassenden Agenda ausschlaggebenden Handlungsmuster, Konzepte und Strukturen, das Verhältnis des Konzils zu Papst, weltlichen Herrschern und Laien, den Geschäftsgang und die konziliare Terminologie.

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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort 9 1. Einleitung: Die 'Geschäftigkeit' des Basler Konzils 11 1.1. 'Verfassungsprinzipien': Norm und Umsetzung — Theorie und Praxis 11 1.2. Forschungsstand 13 1.3. Methode — Quellen — Vorgehensweise 18 2. Der institutionelle und organisatorische Rahmen 23 2.1. Actiones synodales 23 2.2. Die konkrete Umsetzung: Kuriale Pragmatik und konziliare Ideologie 35 3. Negocia concilii — Das konziliare Tagesgeschäft 45 3.1. Pax — Das Konzil als Richter und Schlichter 45 3.1.1. Contendentes de episcopatu — Kirchliche Streitsachen 46 3.1.1.1. Auctoritas concilii versus pax ecclesiae: Lausanne 50 3.1.1.2. Via pacis und via iusticie: Trier 60 3.1.1.3. Kontinuität und Wechsel in Person und Programm: Utrecht 76 3.1.1.4. Nach päpstlichen Vorgaben zur iusticia: Gurk 82 3.1.1.5. Ein Fall ohne Urteil: Auxerre 86 3.1.1.6. Gegen die päpstliche Verletzung von Konzilsdekreten: Tournai 88 3.1.1.7. Iusticia angesichts der sinkenden Chancen: Marseille 90 3.1.1.8. Pax als Kernanliegen und als Fassade: St-Pons-de-Thomieres 92 3.1.1.9. Gegen Appellationen an den Papst: Albi 95 3.1.1.10. Gegen den Unfrieden vor der Konzilstür: Der Streit um das Bistum Basel 97 3.1.1.11. Rückzug der Kläger nach begonnener iusticia: Bayeux 99 3.1.1.12. Magnae et plurimae vexaciones: Sees 100 3.1.1.13. Päpstlicher Nepotismus: Avignon — Tarentaise — Besancon 101 3.1.1.14. Der konziliare Alleinvertretungsanspruch: Langres 104 3.1.1.15. Außerkonziliare Einigung und antipapaler Protest: Saint-Malo 106 3.1.1.16. Gegen die päpstliche Willkür: Sisteron 107 3.1.1.17. 1437-1440: Schnelle Entscheidungen, knappe Kommentare 109 3.1.1.18. Päpstlicher Opportunismus und konziliare concordia: Straßburg 118 3.1.1.19. Die 40er Jahre: Von der synodalis auctoritas zum consistorium secretum .121 3.1.1.20. Der letzte Prinzipienstreit: Freising...

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