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Weibliches Unternehmertum in der Informations- und Kommunikationsindustrie

Geschlechtsspezifische Hemmnisse und Probleme bei Gründung und Etablierung von Unternehmen

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Nicolas Metz

Seit Anfang der 1990er Jahre ist eine Zunahme bei den Unternehmensgründungen durch Frauen zu erkennen. Diese Entwicklung weckte vor allem auf beschäftigungs- und wirtschaftspolitischer Seite hohe Erwartungen und stellte eine neue Herausforderung für Politik und Forschung dar. Im Rahmen einer empirischen Befragung von Mitarbeiter/innen und Unternehmer/innen der Multimediabranche versucht die Arbeit, die Kenntnislücken über die geschlechtsspezifischen Hemmnisse und Probleme von Frauen bei Gründung und Etablierung von Unternehmen in der Informations- und Kommunikationsindustrie zu verringern. Im Ergebnis kommt die Untersuchung zu einer kritischen Distanz gegenüber geschlechtsspezifischen Stereotypen, wie sie vor allem die öffentliche Meinung (re)produziert. Durch den engen Bezug zu einer Branche sind die gewonnenen Erkenntnisse der vorliegenden Arbeit zudem nicht nur von wissenschaftlichem, sondern auch von politischem und wirtschaftspolitischem Interesse.

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III. Weibliches Unternehmertum in der lnformations- und Kommunikationsindustrie: Eine ressourcenorientierte Analyse 85

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III. Weibliches Unternehmertum in der Informations- und Kommunikationsindustrie: Eine ressourcenorientierte Analyse Im Rahmen der vorliegenden Arbeit sollen die geschlechtsspezifischen Hemm- nisse und Probleme von Frauen bei Gründung und Führung von Unternehmen in der Informations- und Kommunikationsindustrie untersucht werden. Wie in Kapitel II gezeigt wurde, eignet sich für eine geschlechtsspezifische Analyse im Rahmen der Gründer- und Unternehmerforschung der ressourcenorientierte An- satz als Leitlinientheorie. Er ermöglicht es, unterschiedliche Theorieansätze, die die geschlechtsspezifischen Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt erklären, unter einem gemeinsamen theoretischen Dach zu vereinen und daraus mittelbar und unmittelbar Hypothesen über die Hemmnisse und Probleme von Frauen bei Gründung und Führung von Unternehmen in der Informations- und Kommunika- tionsindustrie zu formulieren. In einem ersten Schritt wird der ressourcenorientierte Ansatz besprochen. Nach einer kurzen Erläuterung der Genese werden die zentralen Begriffe defi- niert sowie die Konzeption und die Prämissen erläutert. Im Anschluss daran erfolgt eine kritische Analyse. Den Abschluss bildet die Darstellung des ressour- cenorientierten Ansatzes als theoretischer Bezugsrahmen für die geschlechtsspe- zifische Gründer- und Unternehmerforschung. Im zweiten Schritt werden die forschungsrelevanten Theorieansätze dargestellt, wobei es schwerpunktmäßig darauf ankommt herauszuarbeiten, inwiefern die jeweiligen Ansätze eine Erklä- rung für die geschlechtsspezifische Segregation des Arbeitsmarktes liefern kön- nen. Diese Erklärungen dienen dann im Rahmen einer ressourcenorientierten Betrachtung im letzten Schritt zur Formulierung der forschungsrelevanten Hypo- thesen. 85 1. Der ressourcenorientierte Ansatz als untersuchungsrelevante Leitlinientheorie 1.1 Genese Die historischen Wurzeln des ressourcenorientierten Ansatzes der Unternehmung...

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