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«Welten» – Zur Welt als Phänomen

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Edited By Günther Pöltner and Martin Wiesbauer

Die Debatten um Globalisierung, um die Einheit der Welt in der Vielfalt der Kulturen und die damit zusammenhängenden Konflikte belegen die Aktualität des Themas «Welt». Die Phänomenologie kann für sich in Anspruch nehmen, dieses Thema auf bis heute richtungsweisende Art in Angriff genommen zu haben. «Welt» wird dabei nicht als ein Gegenstand unserer Bezugnahme, sondern als der Horizont aller Horizonte, der in jeder Bezugnahme auf einen Gegenstand bereits «vorausgesetzt» ist, in je verschiedener Weise gedacht. Husserl, Heidegger, Scheler, Merleau-Ponty, Luhmann, Schapp, Levinas, Fink etc.; sie alle widmen sich auf je eigene, genuin phänomenologische Weise der Welt. Ihre Auseinandersetzung mit diesem Thema wird in den in diesem Band versammelten Beiträgen durchleuchtet und hinterfragt, ja im besten Fall in eigenständiger Weise fortgeführt und weitergedacht.

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Georg Stenger: Genealogie und Generativität des Weltbegriffs. Von der „Methode" zum „Weg" 35

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Genealogie und Generativität des Weltbegriffs Von der „Methode" zum „Weg" Georg Stenger, Würzburg Der Tagungstitel ,,,Welt' — als Thema der Phänomenologie" könnte suggerieren, dass mit „Welt" ein Forschungsfeld unter vielen anderen zur Betrachtung phä- nomenologischer Besinnung ansteht. Und in der Tat, es gibt viele andere, nahe- zu unendliche Phänomen- und Themenfelder, der sich die phänomenologische Tradition angenommen hat. Und doch, so scheint es, fokussiert sich von Anfang an — es mag explizit gemacht werden oder implizit abgeblendet bleiben — der In- teressens- und Forschungsblick auf jenen Welttopos, der sich mit zunehmendem Maße als das Gegenüber, gewissermaßen das Widerlager dessen erweist, was wir als rationale Selbstverständigung, mithin als „Vernunft" kennen. Im ersten Abschnitt werde ich zunächst versuchen, jene interne Genealogie des Weltbegriffs ins Auge zu fassen, die über mehrere Schrittfolgen bis an die Pforten der mit Husserl beginnenden genuin phänomenologischen Zugangswei- se geführt hat. Auch die Phänomenologie hat natürlich ihre Vor- und Inkubati- onsgeschichte, aus der sie ihren eigenen Forschungsimpetus gewonnen hat, der Husserls geradezu emphatische Rede erklären mag, wonach „die Phänomenolo- gie gleichsam die geheime Sehnsucht der neuzeitlichen Philosophie ist." (Hua III/1, 133) Ich werde hierzu drei Schritte skizzieren. Der zweite Abschnitt tritt sodann in den innerphänomenologischen Diskurs ein, in dem ich ein generatives Geschehen orten zu können glaube, das sich ei- nerseits dem systematisch-methodischen Anspruch weiterhin verpflichtet weiß, andererseits aber in der reinen Methodenreflexion nicht mehr die alleinige Do- mäne sieht,...

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