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«Welten» – Zur Welt als Phänomen

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Edited By Günther Pöltner and Martin Wiesbauer

Die Debatten um Globalisierung, um die Einheit der Welt in der Vielfalt der Kulturen und die damit zusammenhängenden Konflikte belegen die Aktualität des Themas «Welt». Die Phänomenologie kann für sich in Anspruch nehmen, dieses Thema auf bis heute richtungsweisende Art in Angriff genommen zu haben. «Welt» wird dabei nicht als ein Gegenstand unserer Bezugnahme, sondern als der Horizont aller Horizonte, der in jeder Bezugnahme auf einen Gegenstand bereits «vorausgesetzt» ist, in je verschiedener Weise gedacht. Husserl, Heidegger, Scheler, Merleau-Ponty, Luhmann, Schapp, Levinas, Fink etc.; sie alle widmen sich auf je eigene, genuin phänomenologische Weise der Welt. Ihre Auseinandersetzung mit diesem Thema wird in den in diesem Band versammelten Beiträgen durchleuchtet und hinterfragt, ja im besten Fall in eigenständiger Weise fortgeführt und weitergedacht.

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Reinhold Esterbauer: Das Licht und das Phänomen. Zum Weltbegriff beim frühen Levinas

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Das Licht und das Phänomen. Zum Weltbegriff beim frühen Levinas Reinhold Esterbauer, Graz Die philosophischen Bestrebungen Emmanuel Levinas' in den Jahren unmittel- bar nach dem Zweiten Weltkrieg können ihren engen Bezug zu Martin Heideg- gers Phänomenologie nicht verleugnen. Levinas bekennt sich auch dazu, stellt aber zugleich fest, dass es ihm darum zu tun sei, sich von Heidegger abzusetzen. So schreibt er in der Einleitung zu seiner Schrift De l'existence ä l'existant, die er großteils in der Kriegsgefangenschaft in einem deutschen Lager zu Papier ge- bracht hat: „Wenn sich unsere Überlegungen zu Anfang in weitem Maße — was den Begriff der Ontologie angeht sowie denjenigen der Beziehung, die der Mensch zum Sein unterhält — an der Philosophie Martin Heideggers inspirieren, so sind sie von einem tiefen Bedürfnis geleitet, das Klima dieser Philosophie zu verlassen, und von der Überzeugung, daß es keinen Ausweg gibt in Richtung auf eine Philosophie, die man als vor-heideggerisch qualifizieren könnte. / Si au debut, nos reflexions s'inspirent dans une large mesure — pour la notion de l'ontologie et de la relation que l'homme entretient avec l'etre — de la philoso- phie de Martin Heidegger, elles sont commandees par un besoin profond de quitter le climat de cette philosophie et par la conviction que l' an ne saurait en sortir vers une philosophie qu'on pourrait qualifier de pre-heideggerienne." (EE 20/19)1 Die Absetzung des Juden Levinas vom Freiburger Rektor des Jahres 1933 ist nicht bloße Umkehrung der Positionen des Lehrers, sondern der Versuch,...

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