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«Welten» – Zur Welt als Phänomen

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Edited By Günther Pöltner and Martin Wiesbauer

Die Debatten um Globalisierung, um die Einheit der Welt in der Vielfalt der Kulturen und die damit zusammenhängenden Konflikte belegen die Aktualität des Themas «Welt». Die Phänomenologie kann für sich in Anspruch nehmen, dieses Thema auf bis heute richtungsweisende Art in Angriff genommen zu haben. «Welt» wird dabei nicht als ein Gegenstand unserer Bezugnahme, sondern als der Horizont aller Horizonte, der in jeder Bezugnahme auf einen Gegenstand bereits «vorausgesetzt» ist, in je verschiedener Weise gedacht. Husserl, Heidegger, Scheler, Merleau-Ponty, Luhmann, Schapp, Levinas, Fink etc.; sie alle widmen sich auf je eigene, genuin phänomenologische Weise der Welt. Ihre Auseinandersetzung mit diesem Thema wird in den in diesem Band versammelten Beiträgen durchleuchtet und hinterfragt, ja im besten Fall in eigenständiger Weise fortgeführt und weitergedacht.

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„Sinn” als Grundbegriff einer Ersten Philosophie Peter Oberhofer, Wien Die hier präsentierten Überlegungen zum „Sinn" als Grundbegriff einer Ersten Philosophie entfalten sich in drei Schritten, die strategisch vom Abstrakten ins Konkrete zurückführen: In einem ersten Schritt wird der Begriff des Sinns allein in seinen begrifflichen Merkmalen betrachtet; in einem zweiten Schritt kommt dieser eigentümliche Begriff als eine formale philosophische Kategorie in den Blick; in einem dritten Schritt wird schließlich das Phänomen herausgearbeitet, das diesen eigentümlichen philosophischen Gebrauch des Sinnbegriffs rechtfer- tigen könnte. Die hier verfolgte philosophische Strategie missversteht sich nicht als der Souveränität einer strengen systematischen Entwicklung geschuldet, sondern dient heuristisch der Eröffnung und Erprobung eines philosophischen Feldes, das mit dem Titel dieses Aufsatzes angezeigt ist. Das Philosophische dieses Philosophierens besteht nicht darin, analytisch geklärte Einzelheiten mit- einander zu verknüpfen, sondern darin, ein noch undeutliches Ganzes allmählich zu klären. Da der Weg der Klärung in diesem Fall längst noch nicht durchschrit- ten wurde, ist in den folgenden Ausführungen mit einigen begrifflichen Unklar- heiten und Verschiebungen zu rechnen. Im übrigen handelt es sich bei diesem Versuch um die Grundzüge einer phänomenologisch inspirierten — zu nennen sind hier insbesondere M. Heidegger und M. Richir — Rekonstruktion von E. Weils Logik der Philosophie'. 1. Sinn als Begriff Metaphysik bzw. Ontologie als die traditionelle Form von Erster Philosophie fragt nach dem Seienden als Seienden. Formal betrachtet organisiert sie sich demnach um den Begriff des Seins. Um...

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