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Karl Leimer und Walter Gieseking als Klavierpädagogen

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Ricarda Braumandl

In dieser Arbeit gilt es, mittels Textanalyse die Methode Leimer-Gieseking zu beschreiben. Dies ist nicht losgelöst zu betrachten vom Leben und Wirken Karl Leimers und Walter Giesekings als Klavierpädagogen. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Methode Leimer-Gieseking heute noch aktuelle Aspekte in sich birgt wie Natürlicher Vortrag, Reflexion oder Relaxation. Eine Diskussion der Leimer’schen und Gieseking’schen Fingersatzgestaltung führt zu neuen Dimensionen im Rahmen der psycho-physiologischen Klavierspieltechnik, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Friedrich Adolf Steinhausen ihren Ausgang genommen hat.

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V. Rezeption der Klavierpädagogik Leimers und Giesekings 125

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V. Rezeption der Klavierpädagogik Leimers und Giesekings A. Über Leimers Literaturangaben und Zitate Leimer erwähnt in seinem Kurzen Leitfaden, im Handbuch, in Modernes Kla- vierspiel wie in Rhythmik, Dynamik, Pedal weiterführende Literatur, hierunter Heinrich Wohlfahrts Methodik des Clavier- Unterrichts zum Studium für ange- hende Clavierlehrer (Leipzig 1876), Otto Klauwells Der Fingersatz des Kla- vierspiels (Leipzig 1885), Louis Köhlers Der Klavierpedalzug, seine Natur und künstlerische Anwendung (Berlin 1882) sowie Der Klavierunterricht (Leipzig 1860) und August Reißmanns Zur Ästhetik der Musik (Berlin 1879).728 Aber er zitiert nichts hieraus. Ohne Quellenangaben gemacht zu haben gibt er vielmehr Meinungen von Autoren wie Breithaupt, Tetzel, Steinhausen und Bandmann wieder. In vorliegender Arbeit werden folgende Stellen recherchiert: Der Satz — [d]a wir unter 'Fingertechnik' eben die Laufbewegungen der Finger verstehen, welche den in beliebigem Grade belastenden Arm weitertra- gen, so sind 'Gewichtstechnik' und 'Fingertechnik' keineswegs unversöhnliche Gegner, sondern ganz im Gegenteil engste Verbündete729 — stammt aus Tetzels Buch Das Problem der modernen Klaviertechnik730. Ein weiterer, nämlich, - [w]ir sehen also, daß bei weiter Spannung die Rollung unentbehrlich [...], daß aber in demselben Maße, wie die Spannung geringer wird, einerseits die Rol- lung entbehrlicher und unzureichender, andererseits die aktive Fingerbewegung tauglicher und nötiger wird731 - ist in Tetzels Literatur nur dem Sinn nach zu eruieren.732 Der Abschnitt — ... [der] Wechsel der Finger als ein besonderes technisches Element kommt ebenfalls in Fortfall733 — kann in Breithaupts Werken ausfindig gemacht werden.734 Leimer verwendet ihn, um sich von dieser Ansicht...

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