Show Less

Karl Leimer und Walter Gieseking als Klavierpädagogen

Series:

Ricarda Braumandl

In dieser Arbeit gilt es, mittels Textanalyse die Methode Leimer-Gieseking zu beschreiben. Dies ist nicht losgelöst zu betrachten vom Leben und Wirken Karl Leimers und Walter Giesekings als Klavierpädagogen. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Methode Leimer-Gieseking heute noch aktuelle Aspekte in sich birgt wie Natürlicher Vortrag, Reflexion oder Relaxation. Eine Diskussion der Leimer’schen und Gieseking’schen Fingersatzgestaltung führt zu neuen Dimensionen im Rahmen der psycho-physiologischen Klavierspieltechnik, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Friedrich Adolf Steinhausen ihren Ausgang genommen hat.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

IX. Schluss 153

Extract

IX. Schluss Karl Leimer war von 1911 bis 1916 Lehrer des weltberühmten Konzertpianisten Walter Gieseking. Er war Begründer des Städtischen Konservatoriums Hanno- ver. November 1911 begann dort Giesekings Ausbildung. Die private Träger- schaft blieb stets gewahrt, sogar als 1912 die Zusatzbezeichnung „städtisch" hinzukam. Im Direktorium kam es zu Unstimmigkeiten, als die Unterrichtshono- rare ungleich verteilt wurden. Nachdem die beiden Direktoren Brune und Evers gestorben waren, musste Leimer mit deren Erben in Verbindung treten. Diese setzten ihn unter Druck, indem sie ihn verdächtigten, unrechtmäßig Gelder an sich genommen zu haben. Sie strebten eine Revision der Verwaltungsgeschäfte an. Leimer wurde mit 76 Jahren die Leitung des Konservatoriums entzogen. Da ohne seiner Einwilligung der alte Gesellschaftsvertrag jedoch nicht geändert werden konnte, blieb Leimer Geschäftsführer. Er hatte stets sein Gehalt aus dem Jahresüberschuss erhalten und wollte weiterhin daran beteiligt bleiben. Von Sei- ten des Konservatoriums wurde ihm dies nun verwehrt. Somit richtete Leimer als neue Möglichkeit des Broterwerbs Meisterkurse ein, die er mit Gieseking zusammen in Wiesbaden, Berlin-Potsdam und später auch in Salzburg abhielt. Er verstand sie als Aushängeschild für das Städtische Konservatorium. Beim Magistrat in Hannover fand dies Anerkennung. Nun wurde Leimer auf jährli- chen Antrag hin von der Stadt Hannover subventioniert. Auch wenn Leimer nicht mehr im Direktorium tätig war, hatte er immer noch jährliche Einkünfte über das Mietverhältnis zu erwarten. In den Jahren von 1938 bis 1941 jedoch hatte...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.