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Helfen Praxistage bei der Berufswahl?

Lothar Beinke

Praxistage sollen Hauptschülern helfen, ihre Berufsorientierung zu verbessern. Diese Reduktion schulischen Lernens gegen die Konfrontation mit der Praxis bringt für die Schüler keinen Gewinn für ihre Berufsentscheidung. Bis zu 80 Tage dieser Praxis heißt Werkeln, bringt aber keinen Erkenntnisgewinn. Die Vereinzelung der Kontakte durch die Verteilung auf zumeist einen Tag je Woche verstellt Zusammenhänge, Schulen suchen verzweifelt Kontakte zu Betrieben. Ähnliche Versuche sozialistischer Pädagogik in der DDR sind gescheitert. Etwas über Berufe lernen zu wollen aus vielen Praxistagen ist naiv, das zeigen die Schülerantworten über Praxiserlebnisse und Lehrer in Interviews.

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Ergebnisse der Interviews 47

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Ergebnisse der Interviews' Haupt- und Realschule Bohmte Die erste Frage lautete: „Der Erlaß über Betriebs- oder Praxistage sieht 60-80 Tage vor, die einer Strukturierung bedürfen. Wie haben Sie die Themen/Ziele/- bestimmungen erarbeitet?" Die Struktur der Praxistage entwickelte sich aus der Analyse der bisherigen Be- rufsorientierungsmaßnahmen. Die zuständige Fachkonferenz bestimmte, dass die Schüler Einblicke in betriebliche Abläufe bekommen sollten. Bisher bietet die Schule zwei Schülerbetriebspraktika an: In Klasse acht 14 Tage und ein zweites in Klasse neun, 15 Tage. Durch das Kennenlernen betrieblicher Abläufe sollen Schüler in der Berufsorientierung weiterkommen und auf eine Berufsent- scheidung hinsteuern. Die Schule akzentuiert das auf die Vorbereitung der Vor- stellungsgespräche. Zusätzlich zu den beiden Betriebspraktika gibt es Zusatzpraktika, die mit Part- nerfirmen durchgeführt werden. Lernort für diese Praktika sind die Ausbil- dungswerkstätten (einwöchig), freiwillige Praktika am Nachmittag kommen dazu. Die Schule kooperiert mit berufsbildenden Schulen und mit Ausbildern in den Betrieben: „Girls days", zwei soziale Tage und Praxistage an berufsbildenden Schulen. Mit diesen bisherigen Leistungen kommt die Schule auf 78 Praxistage. Hinzu kommt noch eine Berufsstarter-Klasse. Sie hat einen eigenen Praxistag jede Woche Mittwoch (s. eigenes Interview mit dieser Klasse). Über die Einschätzung der Praxistage nach dem genannten Erlaß: Bisher sind schon viele Maßnahmen getätigt. Eine Erweiterung in den fünften und sechsten Klassen wird als sinnvoll erachtet. Zu den Maßnahmen zählt die Schule aber auch die durchgeführten Bewerberse- minare (auch Fahrten ins BIZ), die...

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