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Helfen Praxistage bei der Berufswahl?

Lothar Beinke

Praxistage sollen Hauptschülern helfen, ihre Berufsorientierung zu verbessern. Diese Reduktion schulischen Lernens gegen die Konfrontation mit der Praxis bringt für die Schüler keinen Gewinn für ihre Berufsentscheidung. Bis zu 80 Tage dieser Praxis heißt Werkeln, bringt aber keinen Erkenntnisgewinn. Die Vereinzelung der Kontakte durch die Verteilung auf zumeist einen Tag je Woche verstellt Zusammenhänge, Schulen suchen verzweifelt Kontakte zu Betrieben. Ähnliche Versuche sozialistischer Pädagogik in der DDR sind gescheitert. Etwas über Berufe lernen zu wollen aus vielen Praxistagen ist naiv, das zeigen die Schülerantworten über Praxiserlebnisse und Lehrer in Interviews.

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Praxistage — Schülerfirmen 67

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Praxistage - Schülerfirmen Allen Betriebs- und/oder Praxistagen, die sich seit wenigen Jahren als Versuche in einigen Bundesländern eingerichtet haben, ist in allen Formen die Hoffnung gemeinsam, mit verstärkten Praxiskontakten Lern- und Erfahrungsmöglichkei- ten für Schüler zu eröffnen, die die Lernqualität verbessern und die Entwicklung der Ausbildungsreife unterstützen können. Begründet wird deren Einführung überall mit den veränderten Anforderungen der Arbeits- und Wirtschaftswelt, die eine praxisorientierte Berufsorientierung — besonders für Hauptschüler - notwendig mache.' Die Schüler sollten darauf vorbereitet werden, - und das sei möglich in Schüler- finnen und in Berufs- oder Praxistagen - sich ständig mit neuen Ansprüchen und Anforderungen erfolgreich auseinanderzusetzen und in diesem Kontext wird immer wieder der Ruf nach neuen Lern- und Lehrkulturen laut. Mit ihnen soll die Schule sich von der faktenorientierten Wissensvermittlung zu einer prozeß- orientierten Kompetenzvermittlung ändern. Die Betriebs- oder Praxistage mit veränderten Lernorten und regelmäßiger Präsenz bieten einen Rahmen, die Be- schäftigungsfähigkeit der Schüler zu erhöhen. Betriebs- oder Praxistage werden zum Methodenrepertoire neben Betriebser- kunden, Betriebspraktika und Expertenbefragungen in der ökonomischen Bil- dung erklärt, ohne dass bestimmte Inhalte vorgegeben werden und die Praxis- tage erreichen können. Die Betriebe sollten die wichtigsten außerschulischen Lernorte sein, weil der Nachwuchs eine gehobenere Schulbildung brauche. Aber ob der Andrang zu den weiterführenden Schulen das auffangen kann, diesem Bedürfnis entsprechen könne, wird dadurch infrage gestellt, dass...

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