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Ordnung und Chaos in Hegels Logik

Teil 1 und 2

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Andreas Roser

Hegels «Objektive Logik» steht für den Versuch, ein absolutes Kategoriensystem der Philosophie zu entwickeln. «Absolut» nennt Hegel dieses System, weil es alle möglichen systematischen Kategorienordnungen der Philosophie in sich enthält und systematisch zu entwickeln versucht. Ausgehend von Hegels These, dieses absolute Wissen letztlich nur als selbstreflexives Wissen begreifen zu können, unternimmt der Autor den Versuch, die «Seinslogik» Hegels in selbstreflexiven Kategorialbegriffen zu rekonstruieren. Es ist der Versuch nachzuweisen, dass eine selbstreflexive Dekonstruktion der Logik Hegels allein jene Gestalt sei, in der sie weiterhin systembildend wirken könne.

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Erster Teil

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1. Ein Inhaltsbericht Wilhelm Lütterfelds Eine Untersuchung — wie die vorliegende zu Hegels Logik— macht aus mehreren Gründen eine "externe" Inhaltsbeschreibung und eine "for- melle" Übersicht der Darstellung erforderlich. Zumindest ein wichtiger Grund dafür ist, daß jede derartige Untersuchung auch vom "Ver- stand" gelesen wird, der wissen will, was darinnen steht und warum und wozu es dient. Der Verfasser des nachfolgenden Inhaltsberichtes glaubt, die- sem Bericht das Interesse des "Verstandes" an einer detaillierten Re- zeption und Diskussion von Rosers Untersuchungen zur Logik Hegels wecken zu können -, freilich noch kein Grund für eine hinreichend kriti- sche Auseinandersetzung mit dieser Untersuchung und ihren Thesen. Ein solcher Grund kann nur in der Untersuchung selber liegen. Rosers These wird in drei unterschiedlichen Teilen derselben entwickelt, be- gründet und gegen Kritik abgesichert. Während der erste Teil begrifflichen Klärungen dient, zudem die Arbeit an den Stand der Hegel-Forschung (Henrich) anbindet, sie in einen Zusammenhang mit der idealistischen Kategorien-Philosophie (Kant) stellt, enthält der zweite Teil der Untersuchung eine detaillierte kritische Analyse eines großen Teiles der Kategorien der Seins-Logik; verbunden mit dem Versuch, diese Kategorien jeweils selbstreflexiv zu rekonstruieren, und zwar in genau jener Anordnung, wie sie in Hegels Logik von 1812/1813 vorliegt. Der dritte Teil der Arbeit radikalisiert die These der kontingenten Kombinierbarkeit der Kategorien, indem er - ausgehend von einer Zufallsanordnung derselben — nachzuweisen versucht, daß das Verfahren einer dialektisch selbstreflexiven Analyse in der Lage ist, die Kategorien auch in dieser zufälligen Ordnung und Abfolge auseinander...

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