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«Subjects of Aspiration»

Untersuchung von diskursiven Prozessen neoliberaler Regierung in einer postfeministischen Frauenzeitschrift

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Kati Kauppinen

Neoliberalismus ist zweifellos eines der einflussreichsten gesellschaftspolitischen Phänomene unserer Zeit. In Anlehnung an Michel Foucault betrachtet die Studie ihn als eine Rationalität der Menschenführung bzw. der Regierung, die ultimativ auf die Ökonomisierung des Sozialen zielt. Diesen Ansatz kombiniert die Studie mit linguistisch orientierter Diskursforschung, um diskursive Prozesse neoliberaler Regierung im Kontext der gegenwärtigen postfeministischen Medienkultur am Beispiel der deutschen Ausgabe der Frauenzeitschrift Cosmopolitan zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser facettenreichen Analyse deuten auf eine weitaus wichtigere politische Bedeutung des Mediums Frauenzeitschrift hin, als ihm die bisherige, weitgehend auf geschlechts- und konsumideologische Aspekte fokussierte Forschung beigemessen hat.

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6 Zum Nexus Cosmopolitan Deutschland im Jahr 2006 121

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121 6 Zum Nexus Cosmopolitan Deutschland im Jahr 2006 Nach der Betrachtung des Genres Frauenzeitschrift und der Zeitschrift Cosmo- politan als Beispiel im vorigen Kapitel 5 wird im vorliegenden der Schwerpunkt auf das Untersuchungsmaterial der vorliegenden Arbeit verlagert. Zuerst werden jedoch vor dem Hintergrund der oben behandelten theoretischen und methodo- logischen Aspekte die Ziele und Forschungsfragen der Untersuchung expliziert. 6.1 Ziele und Forschungsfragen der Arbeit Den Hintergrund für die vorliegende Studie bilden erstens die vorgestellte Auf- fassung von Neoliberalismus als Gouvernementalität sowie die damit verbunde- nen diskurstheoretischen Aspekte, zweitens die Beobachtung, dass Neolibera- lismus und Postfeminismus grundsätzlich miteinander verbunden sind und dass sich auch in der gegenwärtigen populären, ‚postfeministischen‘ Medienkultur eine zunehmende Hegemonie einer neoliberaler Form der Regierung merkbar macht (vgl. Gill & Scharff 2011b; McRobbie 2009; Gill 2007c; Gill & Arthurs 2006, 443), sowie drittens die Überzeugung, dass diese Prozesse genauer unter- sucht werden sollten (vgl. auch Gill 2007c, 164; Lazar 2005b, 17), zumal sie das alltägliche Leben einer Vielzahl von Frauen berühren. Aus diesen Überlegungen heraus hat sich die vorliegende Arbeit zum Ziel gesetzt, diskursive Prozesse neoliberaler Regierung in der gegenwärtigen ‚postfeministischen‘ populären Medienkultur am Beispiel von Cosmopolitan Deutschland zu untersuchen und deren Bedeutungen und Konsequenzen einerseits im Hinblick auf die gegenwär- tige Weiblichkeit, andererseits im Hinblick auf (Post-)Feminismus zu betrach- ten. Begründet einerseits durch die Überzeugung, dass eine detaillierte Untersu- chung des tatsächlichen Sprachgebrauchs einen ergiebigen analytischen Blick- winkel darstellen kann, andererseits aber durch die Einsicht,...

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