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Al-Ğuwaynīs Position im Disput zwischen Traditionalisten und Rationalisten

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Amir Dziri

Der muslimische Scholastiker Al-Ğuwaynī (gest.1089) lebte und wirkte in der als «formative Phase des Islam» (8.-12. Jahrhundert) bekannten Zeit. Diese wurde geprägt durch eine enorme theologische Dynamik, die zur Herausbildung diverser Denkschulen führte. Diese Arbeit zeichnet diese Entwicklung anhand der Ansätze Al-Ğuwaynīs nach und setzt diese in Bezug zu den Positionen der traditionalistischen und rationalistischen Strömungen. Weiter führt sie in die Grundfragen früh-islamischer Theologie ein, behandelt methodische Aspekte zur Hermeneutik der Offenbarung und vermittelt einen Eindruck islamischer Argumentation und Dialektik.

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IX) ÜBERSETZUNG 119

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119 IX) Übersetzung 1) Vorwort zur Übersetzung 1.1) Edition: Die Erstellung einer kritischen Edition des Werkes von al-Ǧuwaynī gehört nicht zu der Fragestellung der vorliegenden Arbeit. Dennoch soll hier kurz skizziert werden, welche Edition als Grundlage zur Übersetzung gewählt wurde und wel- che Merkmale zur Auswahl dieser berücksichtigt wurden. Der Text des Werkes „Lumaʿ“ liegt uns in zwei unterschiedlichen Editionen vor. Die erste, chronologisch früher erschienene Edition ist die von Hussein360, welche in erster Auflage 1965 publiziert wurde. Sie erschien drei Jahre vor der zweiten Edition von M. Allard.361 Die Editionen stützen sich hauptsächlich auf drei Manuskripte, wobei eines davon ein Kommentar des Werkes darstellt. Das erste Manuskript (MCairo) un- terliegt der „Dār al-Kutub al-Maṣriyyah“- Bibliothek in Kairo, unter der Num- mer no. 618.362 Ungünstiger weise enthält dieses Manuskript kein Datum. Da das Manuskript allerdings als mittleres Schriftstück einer Kollektion ein und dessel- ben Kopisten aufbewahrt wird, und das davor aufbewahrte Schriftstück die Da- tumsangabe (508/1114), und das darauffolgende, die Angabe (509/1115) enthält, kann davon ausgegangen werden, dass unser Manuskript zeitlich dazwischen liegt. Geht man davon aus, dass MC tatsächlich zwischen 1114 und 1115 fertig- kopiert wurde, so steigert dies den Grad seiner Verlässlichkeit, da es nur kurze Zeit nach dem Tod al-Ǧuwaynīs erstellt wurde. Allard, welcher nach eigenen Angaben keinen direkten Zugang zum Manuskript hatte, sondern lediglich Foto- graphien einiger Seiten einsehen konnte, bezweifelt, dass jenes Manuskript die Handschrift eines...

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