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Islamische Religionspädagogik zwischen authentischer Selbstverortung und dialogischer Öffnung

Perspektiven aus der Wissenschaft und dem Schulalltag der Lehrkräfte

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Edited By Bülent Ucar

Bei diesem Band handelt es sich um eine umfassende Analyse der modernen Islamischen Religionspädagogik. Er verdeutlicht, wie umfangreich und vielschichtig sich dieses neuartige Unterrichtsfach auf seinem Weg zur Fachwissenschaft entwickelt und ausbaut. Um diesem Tatbestand gerecht zu werden, wenden sich die Beiträge insbesondere der Frage nach Bildungs- und Unterrichtskonzepten zu. Dabei geht es um Unterrichtsziele, Kompetenzorientierungen, aber auch Herausforderungen des ganzheitlichen und interreligiösen Lernens. Darüber hinaus fokussiert der Band die Frage nach adäquaten Inhalten der Islamischen Religionspädagogik und ihrer Wissens- und Kompetenzvermittlung. Einen Höhepunkt bildet das Schlusskapitel, da es authentische Einblicke in die Praxis von Lehrkräften der Islamischen Religionspädagogik gewährt.

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I. Religion als Grundrecht

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Religionsunterricht: ein Recht aller Schülerinnen und Schüler. Islamischer Religionsunterricht aus katholischer Perspektive Von Winfried Verburg 1. Vorbemerkung Die Einrichtung von Islamischem Religionsunterricht an den öffentlichen Schu- len in Deutschland ist eine gemeinsame bilaterale Angelegenheit der für die Schulen zuständigen Bundesländer und der islamischen Religionsge- meinschaften. Die katholische Kirche ist an dem Prozess zur Einrichtung von Islamischem Religionsunterricht von Rechts wegen nicht zu beteiligen und auch nicht beteiligt. Gleichwohl nimmt sie aufgrund ihrer gesellschaftlichen Verant- wortung für sich das Recht in Anspruch, zu dem Thema öffentlich Stellung zu beziehen. Diese Positionierung der Kirche basiert auf ihren Grundpositionen zu Erziehung und Bildung, die im Folgenden aufgezeigt werden. Auf der Basis die- ser Grundpositionen ist die Kirche bereit, die an dem oben genannten Prozess Beteiligten auf deren Anfragen hin an den langjährigen eigenen Erfahrungen mit dem katholischen Religionsunterricht in gemeinsamer Verantwortung von Staat und Kirche und an ihren ersten Erfahrungen mit dem Islamischen Religionsun- terricht an katholischen Schulen teilhaben zu lassen. Dieser Artikel verdankt sich einer solchen Anfrage und ist daher auch nicht als Einmischung in den bila- teralen Prozess zwischen Bundesländern und islamischen Gemeinschaften zu verstehen, sondern als Unterstützung der vielfältigen Bemühungen zur Einrich- tung von Islamischem Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach in gemeinsamer Verantwortung der Bundesländer und den islamischen Religions- gemeinschaften auf der Basis von Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes. 2. Positionen der katholischen Kirche zu religiöser Bildung und Er- ziehung in der Schule Ein heiliges Recht, so...

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