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Islamische Religionspädagogik zwischen authentischer Selbstverortung und dialogischer Öffnung

Perspektiven aus der Wissenschaft und dem Schulalltag der Lehrkräfte

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Edited By Bülent Ucar

Bei diesem Band handelt es sich um eine umfassende Analyse der modernen Islamischen Religionspädagogik. Er verdeutlicht, wie umfangreich und vielschichtig sich dieses neuartige Unterrichtsfach auf seinem Weg zur Fachwissenschaft entwickelt und ausbaut. Um diesem Tatbestand gerecht zu werden, wenden sich die Beiträge insbesondere der Frage nach Bildungs- und Unterrichtskonzepten zu. Dabei geht es um Unterrichtsziele, Kompetenzorientierungen, aber auch Herausforderungen des ganzheitlichen und interreligiösen Lernens. Darüber hinaus fokussiert der Band die Frage nach adäquaten Inhalten der Islamischen Religionspädagogik und ihrer Wissens- und Kompetenzvermittlung. Einen Höhepunkt bildet das Schlusskapitel, da es authentische Einblicke in die Praxis von Lehrkräften der Islamischen Religionspädagogik gewährt.

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III. Inhalte des Islamischen Religionsunterrichts

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Gottesvorstellungen muslimischer Jugendlicher Von Annett Abdel-Rahman Mit der Frage nach der Einführung des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) an öffentlichen Schulen ergibt sich auch die Notwendigkeit, geeignetes Lehr- und Lernmaterial zu entwickeln. Was ist „geeignet“, im Sinne von fachwissen- schaftlich fundierten und methodisch-didaktisch gut aufbereiteten Lehrwerken? Um diese Frage zufriedenstellend zu beantworten, sind eine Reihe von Studien und Forschungen nötig, die nicht nur den fachwissenschaftlichen Aspekt der is- lamischen Theologie abdecken, sondern auch untersuchen, wie muslimische Schülerinnen und Schüler (SuS) ihren Glauben – ihre Religion – wahrnehmen, erleben und reflektieren. Das impliziert die verschiedenen Beziehungsgeflechte der SuS: ihre Beziehung zu Allah, zu anderen Bezugspersonen, zu anderen Reli- gionen – und letztendlich zu sich selbst. Auf den ersten Blick könnte man den Eindruck haben, dass dies der christlichen Religionspädagogik entlehnt werden könnte, die ja bereits jahrelange Erfahrungen auf diesen Gebieten hat. So viele Gemeinsamkeiten beide Religionen besitzen, so viele Unterschiede gibt es aber auch zwischen ihnen. Insbesondere in der Beziehung zwischen Gott und den Menschen wird dies deutlich. Die Vorstellung wie Gott ist und in den jeweiligen Heiligen Büchern beschrieben bzw. wie Gott auch im Volksglauben dargestellt wird, führt zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen, die sich stark auf das Prakti- zieren der Religion auswirken. Dieses Wissen um Ursachen und Wirkungen ist Grundlage für das Gelingen eines kompetenten IRU. So lohnt sich ein Einblick in das Gottesverständnis muslimischer SuS. Er orientiert sich an einer Hausarbeit,1 die in einer Studie das Gottesbild christli- cher und muslimischer SuS...

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