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Montenegrizität

Sprache und Kirche im Spiegel des Identitätsdiskurses in der Republik Montenegro 1990-2007

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Daniel Grabic

Die ethnische Komponente des zeitgenössischen montenegrinischen Nationsbildungsprozesses zielt auf eine Ausdifferenzierung montenegrinischen Identitätsbewusstseins im Sinne einer Abgrenzung zum Serbentum. Um diese Entwicklung verständlich zu machen, wird in dieser Arbeit eine Untersuchung der identitätspolitischen Prozesse innerhalb der montenegrinischen Gesellschaft seit 1990 vorgenommen. Der Schwerpunkt liegt auf der an dieser Ausdifferenzierung maßgeblich beteiligten montenegristischen Bewegung, dem wissenschaftlichen Flügel einer in der Forschung wenig beachteten montenegrinischen Nationalbewegung. Durch eine Medieninhaltsanalyse des sprach- und kirchenpolitischen Identitätsdiskurses dieser Akteursgruppe im politischen Magazin Monitor wird die Entstehung und Weiterentwicklung des Identitätsangebots der Montenegristen nachgezeichnet.

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3 Quantitative und qualitative Inhaltsanalyse der Zeitschrift Monitor 53

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3 Quantitative und qualitative Inhaltsanalyse der Zeitschrift Monitor Wie der Überblick über die wissenschaftliche Literatur zur Montenegrinischen Frage gezeigt hat, besteht keineswegs Klarheit über die in den letzten 18 Jahren tatsächlich verhandelten Inhalte des pro-montenegristischen Identitätsdiskurses. Ohne den Rückgriff auf gesicherte Informationen über Ideologien, Strategien und Inhalte der montenegristischen Bewegung muss jede Bewertung des Dis- kurses notwendigerweise in sich widersprüchlich bleiben, wie anhand der oben zusammengefassten Versuche mehrerer Autoren ersichtlich geworden ist. Um eine objektivere Interpretation des identitätspolitischen Diskurses der pro- montenegristischen Elite zu ermöglichen, ist von daher eine Analyse von Quel- len unabdingbar, die eindeutig dem montenegristischen Lager zugeordnet wer- den können. Nur so lassen sich die oben angeführten Mängel bereits unternom- mener Versuche einer Untersuchung der montenegristischen Bewegung vermei- den. Das politische Magazin Monitor eignet sich aus mehreren Gründen in hohem Maße zur Untersuchung des identitätspolitischen Diskurses der montenegristi- schen Bewegung in Montenegro: • Wie bereits gezeigt werden konnte, ist die hohe Qualität der journalisti- schen Texte im Monitor durch zahlreiche voneinander unabhängige In- stanzen bestätigt worden. • Die für die Untersuchung in dieser Arbeit erforderliche Nähe der analy- sierten Texte zum Untersuchungsgegenstand ist durch zeitliche, räumli- che und soziale Nähe vorhanden. Letztere ist zum einen durch die perso- nelle Komponente infolge partieller Übereinstimmung von Akteuren und Autoren gegeben, und zum anderen durch eine ideologische Komponen- te: Die Bedingungen journalistischer Arbeit machen im allgemeinen ei- ne ideologisch neutrale Repräsentation von...

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