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Der islamistische Totalitarismus

Über Antisemitismus, Anti-Bahaismus, Christenverfolgung und geschlechtsspezifische Apartheid in der «Islamischen Republik Iran»

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Wahied Wahdat-Hagh

In diesem Band wird die islamistische Diktatur im Iran behandelt, die ihre eigene Bevölkerung unterdrückt, die iranische Bahai-Gemeinde zerstören will und eine große Barriere für die Gleichberechtigung der iranischen Frauen darstellt. Es geht um eine nicht reformierbare totalitäre Diktatur, die eine antisemitische Ideologie besitzt und den Staat Israel mit Vernichtung bedroht. In den letzten Jahren wurde in der deutschen Wissenschaft und im Journalismus oft geleugnet, dass der iranische Präsident mit der Vernichtung Israels droht. Der Autor weist nach, dass solche Vernichtungsphantasien lange vor der Gründung der «Islamischen Republik Iran» von islamistischen Ideologen propagiert wurden. Er beginnt mit der historischen und der genealogischen Entwicklung der Idee der absoluten Herrschaft des Klerus im 19. Jahrhundert und erklärt, wie die Machthaber des Iran heute im Namen von Gott, Führer und der islamischen Ummat ihre totalitäre Macht durchsetzen wollen.

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5. Islamistischer Antisemitismus 75

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75 5. Islamistischer Antisemitismus In den meisten iranischen Städten konnten Juden im 19. Jahrhundert in den Ba- zaren keine Geschäfte aufmachen. Vor Gericht wurden sie diskriminiert, ihre Zeugenaussagen waren faktisch ungültig. Wenn ein Jude zum Islam übertrat, konnte er die gesamte Erbschaft übernehmen - eine perfide Strategie, die man- che Juden dazu bewogen hat, zu konvertieren. In der Provinz Hamadan muss- ten die Juden ein rotes Tuch auf der Brust tragen. Wistrich schreibt, dass die Juden Schuhe und Kleidung tragen mussten, die sie lächerlich erscheinen las- sen sollten.135 Ein Jude durfte einen Muslim nie anbrüllen, auch durfte das Haus eines Juden nicht höher sein als das Haus eines Muslims. Die Eingangs- tür musste sogar niedrig sein, damit der Jude sich beugt, wenn er in sein eige- nes Haus geht. Wenn es regnete, durften Juden das Haus nicht verlassen - der Regen könnte die ”Unreinheit” der Juden auf Muslime übertragen. Es wird auch von einer ähnlichen Regelung für Christen und Zoroastrier berichtet. Ju- den durften ihre Bärte nicht schneiden und auch nicht kürzen. Jüdische Frauen sollten dagegen ihre Gesichter zeigen, weswegen sie oft belästigt und als Pros- tituierte bezeichnet wurden. Im 19. Jahrhundert war in der iranischen Provinz Hamadan die Lage besonders schlimm. Ein Gouverneur namens Abdallah setz- te die Juden so stark unter Druck, dass sie sich gar nicht mehr auf die Straße wagten. Viele verhungerten in ihren Häusern. Schon unter Schah Abbas (1588-1629) gab...

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